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Arab Nil-Rhein-Verein Jugendlicher gesteht

Anschlag auf Gebäude des Arab Nil-Rhein-Vereins.

25.05.2013 21:34

Der Anschlag auf das Gebäude des Arab Nil-Rhein-Vereins ist geklärt. Die Polizei hat einen 17-Jährigen als Tatverdächtigen ermittelt und dessen Wohnung in einer rheinhessischen Gemeinde am Freitagmorgen durchsucht. Vor einer Woche waren in der Mombacher Straße eine rote Flüssigkeit – wahrscheinlich Tierblut – verschüttet und Plakate an die Fenster geklebt worden. Eine Überwachungskamera hatte die beiden Täter aufgenommen. Der Anschlag hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Der als gemäßigt geltende Islam-Verein betreibt in seinem Gebäude unter anderem einen muslimischen Kindergarten und beherbergt dort eine Moschee. Er war zuletzt wegen des Auftritts des Predigers Al-Arifi in die Kritik geraten, der im Dezember in der Moschee gesprochen hatte. Der Verein hat sich mittlerweile öffentlich von dem salafistischen Prediger distanziert.

Diesen Auftritt nannte der 17-Jährige dennoch als Motiv: Er habe damit seine Kritik, speziell zur Gewalt an Frauen, zum Ausdruck bringen wollen, so die Polizei. „Gewalt an Frauen ist hier unerwünscht“, hieß es auch auf einem der Plakate, mit denen die Fenster auch der benachbarten Schule für Ergotherapie beklebt wurden. Dessen Träger, der Internationale Bund, hatte Strafanzeige angekündigt.

Der 17-Jährige hat den Namen seines Komplizen genannt. Es handelt sich um einen 22-jährigen Studenten, dessen Wohnung ebenfalls durchsucht wurde. Die Fahnder trafen den Mann allerdings nicht an. (jok.)

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