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Wohnen in Hofheim Neuer Stadtteil für 3000 Menschen

In der Stadt Hofheim soll am südöstlichen Stadtrand ein neues Wohnquartier entstehen. Die Bürger sollen beim Rahmenplan für Marxheim II mitreden können.

Stadtentwicklung in Hofheim
Die Stadt Hofheim soll wachsen. Foto: Renate Hoyer

Für die Stadt Hofheim ist die Entwicklung des neuen Wohnquartiers am südöstlichen Stadtrand ein Stück weit Neuland. 28 Hektar groß ist das Siedlungserweiterungsgebiet, das sich von der Kreuzung Rheingau-Straße/Ahornstraße in einem Streifen Richtung Nordosten fast bis zur Drachenwiese an der Frankfurter Straße erstreckt. „Marxheim II“, wie der Arbeitstitel lautet, sei damit die größte Baulandreserve, die die Main-Taunus-Kreisstadt noch habe und eines der umfangreichsten Wohnbauprojekte der letzten Jahrzehnte, sagte Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) vor Journalisten. „Es ist für uns alle eine große Herausforderung.“ 

Zusammen mit Stadtplanern will die Kommune diese Herausforderung jetzt angehen. Innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre soll ein Rahmenplan ausgearbeitet werden, der zeigt, wie das künftig Wohnquartier aussieht. Eine Projektstudie aus dem Jahr 2015 gibt erste Leitlinien vor: Von 1200 bis 1500 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie im Geschosswohnungsbau ist dort die Rede. Bis zu 3000 Einwohner könnten künftig auf den bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen und Streuobstwiesen im Südosten Hofheims leben. 

Ein zeitgemäßes Wohnquartier solle mit Marxheim II entwickelt werden, betonten Exner und die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft „tobe.Stadt“ und „Kokonsult“ in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Mit passenden Angeboten an sozialer Infrastruktur und Freiflächen. „Wir wollen in Marxheim II gutes Leben, Wohnen und Arbeiten in Einklang bringen. So etwas wie Heimeligkeit schaffen“, sagte Stadtplanerin Kristina Oldenburg. 

Was genau das bedeutet und was dafür im neuen Hofheimer Stadtteil gebraucht wird, sollen die Bürger maßgeblich mitentscheiden. Die Erstellung des Rahmenplanes für Marxheim II und die Bürgerbeteiligung würden in den kommenden Monaten parallel laufen, kündigte Stadtplaner Torsten Becker an. 

Bereits kurz nach den Sommerferien, am 9. August, ist die Auftaktveranstaltung zu Marxheim II als „Markt der Ideen und Meinungen“ in der Hofheimer Stadthalle geplant. Das Stadtplanerteam will an diesem Abend Vorstellungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sammeln, um sie frühzeitig in die Überlegungen einzubeziehen. Bis Anfang September könnten die Hofheimer danach weitere Ideen zum neuen Baugebiet im Rathaus einreichen, sagte Torsten Becker. „Wir wollen auch Kritik und Bedenken frühzeitig aufgreifen, nichts über die Köpfe der Anwohner und Grundstückseigentümer hinweg entscheiden.“ 

Festlegungen, wie in Marxheim II gebaut werden soll, gebe es noch so gut wie keine, sagte Wolfgang Exner. Fest stehe lediglich, dass es kein monostrukturiertes Wohngebiet werden solle. Quartiere mit ausschließlich Einfamilienhäusern oder nur Sozialwohnungen seien auf die Dauer nicht stabil, erläuterte Stadtplaner Torsten Becker. Das Quartier im Südosten der Kreisstadt solle deshalb gut durchmischt werden und auch neue Wohnformen für Ältere oder junge Familien einschließen. Geplant werden außerdem ausreichend Freiflächen, und die Planer haben soziale Einrichtungen wie Kitas und Schulen im Blick sowie Geschäfte für die Nahversorgung. 

Auch die Frage der Erschließung des neuen Wohngebietes muss in den nächsten Monaten geklärt werden. Die bereits lange geplante aber bislang nicht verwirklichte Umgehungsstraße „B 519 neu“ sei dafür keine Voraussetzung, betonte Exner. „Wir planen Marxheim II unabhängig von einer Umgehungsstraße.“

Bis die ersten Bagger rollen, wird es allerdings noch ein paar Jahre dauern. Denn erst wenn der Rahmenplan für Marxheim II vorliegt, kann das Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden. Gut drei Jahre würden anschließend für die zentralen Erschließungsarbeiten benötigt, rechnet Wolfgang Exner. Mit dem ersten Abschnitt im Wohnungsbau könnte dann frühestens 2023 begonnen werden. 

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