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Wohnen in Hochheim Neubaugebiet in Hochheim fertig erschlossen

Die Erschließung von Schänzchen III im Norden von Hochheim (Main-Taunus-Kreis) ist beendet. Die meisten der 250 Grundstücke sind verkauft.

Schänzchen III
1000 Menschen sollen bald im Gebiet Schänzchen III wohnen. Foto: Michael Schick

Die Lärmschutzwand entlang der Nordenstädter Straße steht. Die letzten Elemente in hellem Grau wurden am Dienstag angeliefert. Auf der freien Fläche, die sich dahinter in Richtung Massenheimer Landstraße und Wasserturm erstreckt, steht das Gras kniehoch. Die Straßen dazwischen sind mit einer groben Asphaltdecke überzogen. In einem großen Bogen durchschneidet die Pfarrer-Olbert-Allee als Hauptverkehrsachse das Neubaugebiet Schänzchen III, das jetzt fertig erschlossen ist. Straßenlaternen und Verkehrsschilder sind angebracht, de Bürgersteige hellgrau gepflastert, die Radwege rot markiert.

Mehr als zehn Jahre habe es gedauert, das Neubaugebiet, in dem schon bald rund 1000 Menschen wohnen sollen, zu entwickeln, sagt Bürgermeister Dirk Westedt (FDP) und räumt ein: „Es war ein großes Stück Arbeit.“ Die Stadt ließ sich beim Kauf der Grundstücke, bei der Umlegung sowie bei der Vermarktung von der Hessischen Landgesellschaft (HLG) helfen. Das Gebiet Schänzchen III gehört damit zu den größten Projekten, die die HLG betreut.

Ehe am Dienstagnachmittag das rot-weiße Flatterband an der Pfarrer-Olbert-Allee durchschnitten und damit der Weg für die Baufahrzeuge offiziell freigegeben wurde, sprach Westedt von einer „neuen Heimat“, die hier vor allem für Hochheimer Bürger und Menschen mit Hochheim-Bezug geschaffen werde. Sie seien bei der Vergabe der 70 Grundstücke, die der Stadt gehören, bevorzugt worden

Zwischen 580 und 630 Euro verlangte die Kommune für den Quadratmeter Bauland. Private Eigentümer hätten ihre Grundstücke auch für deutlich mehr Geld angeboten, weiß der Verwaltungschef. Trotzdem seien nahezu alle 250 Baugrundstücke verkauft. Für 40 Grundstücke lägen bereits Bauanträge vor.

Die ersten haben sogar schon mit dem Bauen begonnen. Drei Reihenhäuser stehen im Rohbau an der Nordenstädter Straße. Auf dem Grundstück nebenan wird demnächst ein HIT-Supermarkt errichtet. An der Massenheimer Landstraße baut die Josefsgesellschaft aus Köln ein Seniorenzentrum mit Pflegeheim, in dem es auch betreutes Wohnen für Behinderte geben wird. Die Gesellschaft betreibt seit langem das Antoniushaus in Hochheim, in dem Menschen mit Behinderungen leben und lernen. Im Erdgeschoss des Gebäudes wird ein städtischer Kindergarten untergebracht.

Nebendran plant der Main-Taunus-Kreis einen Erweiterungsbau für die Astrid-Lindgren-Schule. Die Grundschule braucht einen zusätzlichen Klassenzug, wenn viele Familien mit Kindern in das Neubaugebiet Schänzchen III ziehen. „Die ersten“, sagte Dirk Westedt, „haben ihre Kinder schon angemeldet, obwohl sie noch anderswo wohnen.“ Ein Container für Klassenräume soll die Zeit überbrücken, bis der Neubau fertig ist.

Auf 90 Prozent der Wohnbaufläche von Schänzchen III werden Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser entstehen. Nördlich der Pfarrer-Olbert-Allee ist Geschosswohnungsbau geplant. Die städtische Hochheimer Wohnungsbaugesellschaft wird die Häuser errichten. Sozialwohnungen für 100 Menschen sind dort vorgesehen. Ein weiterer Bauträger für ein Mischprojekt mit Eigentums- und Sozialwohnungen werde noch gesucht, kündigte Bürgermeister Westedt an.

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