Lade Inhalte...

Skulpturen-Ausstellung Blicke von Ort zu Ort

Die renommierte Skulpturen-Schau "Blickachsen" breitet sich von Bad Homburg aus immer weiter über das Rhein-Main-Gebiet aus. Im Camp-Phoenix-Park von Eschborn sind jetzt zwei tonnenschwere Kunstwerke errichtet worden.

10.05.2011 11:57
Claudia Horkheimer
„Crossing“ heißt diese Skulptur von Nigel Hall in Eschborn. Foto: R. Oeser

Sie sehen aus wie verrostete Fischgräten oder überdimensionierte Kämme. Die Rede ist von den beiden Skulpturen, die im Eschborner Camp-Phoenix-Park vorübergehend ein neues Zuhause gefunden haben. Zusammen bringen sie elf Tonnen auf die Waage, jede einzelne ist etwa elf Meter lang. Gefertigt hat die Objekte unter dem Titel „Crossing“ (vertikal und horizontal) der britische Bildhauer Nigel Hall. Sie bestehen aus Cortenstahl – „einem Material, das zwar wie verrostet aussieht, aber gar nicht rostig ist“, verrät die städtische Kulturreferentin Johanna Kiesel.

Die beiden Skulpturen sind Teil der international beachteten Skulpturenausstellung „Blickachsen 8“, die in diesem Jahr erstmals auf Eschborn, Frankfurt und Darmstadt ausgeweitet wird. Bislang zeigte Blickachsen-Gründer Christian Scheffel die im ZweiJahres-Rhythmus stattfindende Ausstellung nur in Bad Homburg. Jetzt hatte der Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main, in dem neben Hessen, dem Hochtaunus-Kreis, Frankfurt und Darmstadt auch der Main-Taunus-Kreis Mitglied ist, die Idee, die Schau in die Region hinein auszudehnen. „Dahinter steht der Gedanke, die Städte miteinander zu vernetzen“, sagte die Projektkoordinatorin des Kulturfonds, Vera Hullen, der Frankfurter Rundschau.

Dass ausgerechnet Eschborn als einziger Ausstellungsort im Main-Taunus-Kreis in Frage kam, liegt an den dort bereits zahlreich vorhandenen Skulpturen. „Darauf kann man gut aufbauen“, sagt Hullen. Erst im vergangenen Jahr hatte die Stadt einen eigenen Skulpturenpark in Niederhöchstadt angelegt. Bisher sind dort Holzobjekte des Bildhauers Stephan Guber zu sehen. In ihrer Gesellschaft sollen bis zur Eröffnung der Blickachsen-Ausstellung am 22. Mai drei zusätzliche abstrakt-figurative Plastiken des Künstlers Dietrich Klinge aus Thüringen aufgestellt werden.

Ihren Namen verdankt die Ausstellungsreihe den Blickachsen, die der Gartenarchitekt Peter Joseph Lenné Mitte des 19. Jahrhunderts im Homburger Kurpark anlegte. Die Wahl der Standorte für die Skulpturen soll die Idee der Blicklenkung aufnehmen und weitere Blickachsen erzeugen: „Die Kunstwerke kommunizieren miteinander und mit ihrer natürlichen und architektonischen Umgebung und es ergeben sich in vielerlei Hinsicht neue, überraschende Perspektiven und Ansichten“, schreibt die Galerie Scheffel.

Die erste Skulptur in Eschborn formte 1992 die Kasseler Künstlerin Gisela Weber in der verlängerten Brüder-Grimm-Straße direkt vor Ort. Zu den „Steinen für Eschborn“ sind bis heute neun weitere Kunstwerke hinzugekommen, die sich wie ein roter Faden durch den Ort ziehen.

Die Skulpturen-Ausstellung geht vom 22. Mai bis zum 3. Oktober. Eine Broschüre mit Standortplänen sowie Informationen über die Künstler kann unter Tel. 06172/1783710 bestellt werden. Infos unter www.blickachsen.de

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen