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Seniorenresidenz in Hattersheim Fast nur Einzelzimmer

Die Lindhorst-Gruppe weiht die Seniorenresidenz am Hessendamm ein. 118 Betten gibt es, 21 Zimmer sind für Senioren reserviert, die unter Demenz leiden. Die Nachfrage ist groß.

Das neue Pflegeheim füllt sich nach und nach mit Bewohnern. Foto: rolf oeser

Die Wände strahlen in warmem Sonnengelb und sattem Dunkelrot, vor den Fenstern hängen blütenweiße Vorhänge. Im Restaurant sind die Tische festlich gedeckt. Die Bewohner der Seniorenresidenz Hattersheim haben gestern kurz nach zehn Uhr vormittags bereits Platz genommen und nippen an einem Gläschen Sekt. Die ersten Festgäste sind da, überreichen Blumen und Geschenke. Das 118 Betten-Haus, das die Lindhorst-Gruppe am Hessendamm gebaut hat, wird offiziell eingeweiht.

Seit Anfang März ist das Pflegeheim geöffnet, 18 Senioren sind bereits eingezogen. Nach und nach sollen sich die Zimmer füllen. Bis auf fünf sind es lauter Einbettzimmer – mit Möbeln aus hellem Holz und einem behindertengerechten Bad. Auf das Erd-geschoss und drei Obergeschosse sind sie verteilt – die Wohn-gruppen heißen Rosarium, Taunus, Rheingau und Mainpromenade.

21 Zimmer sind für Senioren reserviert, die unter Demenz leiden. „Wir werden diesen Bereich Ende Mai, Anfang Juni eröffnen, die Nachfrage ist groß“, sagt Carmen Walbert, die die Seniorenresidenz Hattersheim leitet.

Pflegekräfte aus dem Ausland

Walbert hat seit Anfang Februar ein zehnköpfiges Pflegeteam um sich geschart. Bei der Mitarbeiter-akquise ist die Mediko GmbH, die das Heim am Hessendamm betreibt, neue Wege gegangen. Pflegekräfte wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland – speziell in Spanien und Rumänien – angeworben. „Die Leute sind toll ausgebildet und haben zum Teil jahrelange Erfahrung. Wir sind positiv überrascht, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert“, sagt Walbert. Ein Deutschkurs ist Pflicht, außerdem werden die ausländischen Mitarbeiter von Mediko speziell für die Arbeit in den deutschen Pflegeheimen geschult.

Über das Regierungspräsidium Darmstadt läuft das Anerkennungsverfahren. Bis es abgeschlossen ist, sind die neuen Mitarbeiter als Pflegehelfer eingestellt, danach werden sie als Pflegefachkräfte entlohnt und bekommen zusätzliche Anreize wie einen Dienstwagen oder eine leistungsorientierte Geldprämie.

Hattersheim werde für die Gruppe so etwas wie das Schulungs- und Ausbildungszentrum für Pflegekräfte, sagt Walbert. Schließlich hat Lindhorst nicht nur ein Pflegeheim im Flörsheim, sondern plant auch den Bau einer Seniorenresidenz in Hofheim und will in Wiesbaden Fuß fassen. „Da brauchen wir viele gute Leute.“

Etwa zehn neue Bewohner werden pro Monat in das Gebäude mit der hellgrauen Fassade und den bodentiefen Fenstern einziehen, bis die Seniorenresidenz voll belegt ist. Möglicherweise werden auch jüngere Menschen darunter sein. „Wir überlegen ob wir im dritten Stock einen Bereich für junge Pflege einrichten“, sagt Carmen Walbert. „Da ist die Nachfrage groß, und es gibt kaum Angebote.“

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