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Neubau der Ländcheshalle wackelt

Hofheim Parlament verlangt finanzielle Beteiligung des TV Wallau

Der Traum vom Neubau der Wallauer Ländcheshalle auf Kosten der Stadt ist am Mittwochabend im Parlament geplatzt. Das 5,7 Millionen Euro teure Projekt werde nur weiterverfolgt, wenn sich der TV Wallau, der die Halle hauptsächlich nutzt, finanziell beteilige, beschloss die Stadtverordnetenversammlung mit den Stimmen von SPD und Grüner Alternativer Liste (Gohl) und kippte damit eine Parlamentsentscheidung vom Juni dieses Jahres.

Damals hatten CDU, FDP, Freie Wähler und die Bürger für Hofheim den Neubau beschlossen. Nur in einem von der Gohl eingebrachten Zusatzantrag war ein Engagement des TV Wallau angeregt worden. Am Mittwochabend enthielten sich die meisten Abgeordneten der CDU sowie die FDP-Abgeordneten im Parlament der Stimme, die CDU-Vertreter aus Wallau, die Freien Wähler und die Bürger für Hofheim votierten gegen den von der SPD vorgelegten Antrag. Dieser sieht auch eine Beteiligung des Vereins an den Betriebskosten vor.

"Wir waren immer der Meinung, dass der TV Wallau beim Neubau der Ländcheshalle mitzahlen muss", verteidigte sich CDUFraktionschef Michael Henninger gegen den Vorwurf, die Christdemokraten seien wortbrüchig geworden. Es liege auf der Hand, dass die Stadt aus eigener Kraft den Neubau nicht finanzieren könne. "Die Baukosten sind noch nicht mal im Haushalt vorgesehen."

Anders als die SPD, die die rund 2,7 Millionen teure Sanierung der Sporthalle allein aus städtischen Mitteln finanzieren will, verlangt die CDU nun sogar, dass der TV Wallau in jedem Fall - auch bei einer Sanierung - einen Kostenbeitrag leistet. FWG-Sprecher Bodo Tadewald, der das Neubau-Projekt maßgeblich mit angeschoben hat, kann über eine solche Forderung nur den Kopf schütteln.

"48 Prozent der Hofheimer Gewerbesteuereinnahmen kommen aus Wallau, das sind in diesem Jahr knapp zehn Millionen Euro", rechnete er im Parlament vor. "Da kann man den Wallauern doch mal fünf Millionen Baukosten für die neue Halle finanzieren."

"Uns geht es vor allem darum, dass schnell eine Lösung gefunden wird", sagte die Schatzmeisterin des TV Wallau, Christl Metzler der FR. Eine Beteiligung an den Baukosten für eine neue Halle habe der Verein allerdings bereits mehrfach ausgeschlossen. "Dafür haben wir einfach nicht das Geld, wir investieren alles in die Vereinsarbeit."

An den Betriebskosten habe sich der Verein hingegen immer schon beteiligt. Beispielsweise seien Zeiten, in denen der von der Stadt bezahlte Hausmeister nicht da war, in Eigeninitiative abgedeckt worden.

Laut Christl Metzler hat der TV Wallau, zu dem auch der Handball-Zweitligist SG Wallau gehört, 1400 aktive Mitglieder. Als Trainingsstätte wird nicht nur die Ländcheshalle genutzt, die Sportler trainieren auch in der Wallauer Schulturnhalle und in der Sporthalle im Hochheimer Stadtteil Massenheim.

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