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Main-Taunus Von Absicht bis Zufall

Künstlergruppe Nonagon stellt ab Sonntag im Flörsheimer Mainturm aus.

Romana Menze-Kuhn aus Eschborn zeigt Collagen. Foto: Michael Schick

Die Ausstellungsräume in dem fast 400 Jahre alten ehemaligen Befestigungsturm am Mainufer in Flörsheim und im angrenzenden Neubau sind perfekt geeignet, die unterschiedlichen Arbeiten der neun Mitglieder der Künstlergruppe Nonagon ins rechte Licht zu rücken.

Auf mehreren Ebenen sind ab Sonntag in dem Gebäudeensemble, das seit dem Jahr 2001 Kunstzentrum ist, Collagen, Aquarelle, Tuschezeichnungen, Acryl- und Ölbilder zu sehen. Dazu wird eine Steinskulptur gezeigt. Sie steht inmitten eines der beiden Ausstellungsräume im Erdgeschoss und stammt von dem Hofheimer Bildhauer Georg Scheele, der sein Atelier in Portugal hat.

Er präsentiert eine aus weißem Marmor herausgearbeitete filigrane Endlosschleife, die den Titel „Soul Flight“ trägt. Drum herum gruppieren sich an den Wänden Tuschearbeiten von Claudia Poeschmann, die an japanische Malereien erinnern; mit Aquarellstift scheinbar spielerisch leicht aufs Papier geworfene Aktzeichnungen von Ralf Dingeldein sowie ein mit roter Farbe überspachteltes großformatiges Bild des Hofheimer Künstlers, in dem frühere Malschichten durchschimmern und so von der Entstehungsgeschichte des Kunstwerkes erzählen.

Zeichnungen von Ev Grüger zu sehen

Nach dem Zufallsprinzip ausgewürfelte geometrisch-lineare Schwarz-Weiß-Kompositionen zeigt Ingrid Hornef im zweiten Raum des Erdgeschosses. Ihnen gegenüber hängen die dynamischen Collagen der Eschborner Künstlerin Romana Menze-Kuhn, in denen Fotos mexikanischer Tempelanlagen Ausgangspunkt sind, um die Eingriffe des Menschen in die Natur darzustellen.

Die Kompositionen in kräftigem Schwarz, Grün und Weiß, auf denen Farbverläufe auch dem Zufall überlassen werden, sind in der Ausstellung von düsteren monochromen Bildern Menze-Kuhns kontrastiert.

Ganz anders die Arbeiten von Ellen Hauser: Die Inspiration zu ihren luftigen Aquarellen hat die Hofheimerin auf einer Indienreise bekommen. „Reispflücker“ heißt eines der Bilder in zartem Blau-Grün. Die in Lasurtechnik aufgetragenen Farbflächen umrandet Hauser mit feinen Tuschestrichen. Zu sehen sind ihre Aquarelle auf der lichtdurchfluteten Brücke, die zum alten Wehrturm führt, in dem drei weitere Künstlerinnen der Gruppe Nonagon ihre Werke zeigen.

Im runden Turmzimmer im ersten Obergeschoss sind zwei Dutzend kleinformatiger Tiefdrucke und Collagen von Ingrid Manzano Stein aus Hofheim zu sehen, die kosmische Phänomene wie Mond und Sterne thematisieren. Entstanden sind die Miniaturen in Los Angeles. Im Koffer hat sie die Künstlerin nach Deutschland gebracht. Ganz oben im Mainturm stellen Ev Grüger und Ingrid Jureit ihre Arbeiten aus.

Von Ev Grüger, der einstigen Meisterschülerin des Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff, werden zu Collagen zusammengestellte, kleine Zeichnungen gezeigt. Ingrid Jureit präsentiert in der Ausstellung drei Acrylbilder mit kraftvollen Tanzszenen, die den Titel „Forsythe“ tragen.

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