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Main-Taunus-Kreis Eppstein soll größer werden

Der Erste Stadtrat Alexander Simon sieht den Bevölkerungsschwund in Eppstein gestoppt.

Jahrelang war Eppstein das Schlusslicht bei der Bevölkerungsstatistik im Main-Taunus-Kreis. Allein in den vergangenen vier Jahren verlor die Burgstadt rund 150?Einwohner. Doch dieser Trend sei nun gestoppt, sagt Erster Stadtrat Alexander Simon (CDU). „Eine Umkehr ist für uns überlebenswichtig.“

Der Baudezernent hat sich die „stetige maßvolle Weiterentwicklung“ der Stadt auf die Fahnen geschrieben und ist fleißig dabei, Wohngebiete auszuweisen und Baupläne umzuwandeln, um Wohnraum zu schaffen. Denn nur so könne eine Kommune im Wettbewerb mit anderen Gemeinden bestehen. „Wir hatten in den letzten Jahren keine Angebote, die neue Einwohner gelockt haben“, sagt Simon. Das möchte er nun ändern. Vor allem für junge Familien sei Eppstein mit seiner guten Infrastruktur und der Nähe zu den Großstädten der Region ein idealer Standort.

53 neue Bauplätze in Niederjosbach

Der Erste Stadtrat rechnet schon in den kommenden Jahren mit einem nennenswerten Bevölkerungswachstum: „Wenn wir in den nächsten fünf Jahren 300 Neubürger bekommen, wäre das ein Erfolg.“ Die Statistik zählte im Juni dieses Jahres genau 13246 Einwohner in Eppstein.

Auf dem derzeit größten Wohnbaugebiet „Hollergewann“ in Niederjosbach laufen gerade die Erschließungsarbeiten für 53 neue Bauplätze, auf denen schon im Juni kommenden Jahres die ersten Häuser errichtet werden sollen. Nur noch vier Grundstücke seien frei, sagt Simon. Im Sommer 2014 sollen die ersten Neubürger im „Hollergewann“ einziehen.

Nach der Änderung des Bebauungsplans für die „Amtmannswiesen“ könnte dort anstelle eines Ende der 90er Jahre geplanten Handwerkerhofes Platz für 14 neue Doppelhaushälften entstehen. Auch auf dem Gebiet „Zeil“ in Niederjosbach wird ein Baugrundstück entstehen. Ein Haus steht dort schon, im Frühjahr wird es bezogen. Nächstes Jahr werden auch in der Obergasse drei neue Bauplätze ausgewiesen. Simon betont, dass nicht nur neue Bauflächen geschaffen werden, sondern auch Wert auf Nachverdichtung gelegt werde. So würden viele Bebauungspläne geändert, damit beispielsweise Dachgeschosse ausgebaut werden dürfen, in denen dann ebenfalls neuer Wohnraum entsteht.

Außerdem stünden in allen Ortsteilen pro Einwohner weniger Häuser und Wohnungen leer als in allen anderen Gemeinden im Main-Taunus. Das liege daran, dass häufig die Kinder einer Familie ausziehen, die Eltern aber im Haus blieben.

Anregungen zum Baugebiet „Hollergewann“ können unter www.eppstein-hollergewann.de gepostet werden.

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