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Main-Taunus „Kein Versorgungsjob“

Linke kritisieren die Bündnispläne von CDU, Grünen und FDP. Derzeit gibt es im Main-Taunus-Kreis mit Wolfgang Kollmeier (CDU) und Johannes Baron (FDP) zwei hauptamtliche Beigeordnete.

Drei hauptamtliche Beigeordnete im Landratsamt wären aus Sicht der Wählergemeinschaft Die Linke mindestens einer zu viel. Als „dreist“ bezeichnen die Linken deshalb entsprechende Überlegungen von CDU, Grünen und FDP. Die drei Parteien hatten am Freitag mitgeteilt, dass sie Koalitionsverhandlungen aufnehmen wollen.

Parlament soll kleiner werden

Derzeit gibt es im Main-Taunus-Kreis mit Wolfgang Kollmeier (CDU) und Johannes Baron (FDP) zwei hauptamtliche Beigeordnete. Die Grünen wollen nun ebenfalls im hauptamtlichen Kreisausschuss vertreten sein. Laut CDU-Fraktionschef Frank Blasch sei aber noch nicht entschieden, ob eine neue Stelle geschaffen oder „an anderer Stelle Kompensation“ gefunden werde.

Die Linke verweist darauf, dass es keinen sachlichen Bedarf für einen weiteren hauptamtlichen Beigeordneten gebe. Bestehe ein mögliches schwarz-gelb-grünes Bündnis dennoch darauf, fordern die Linken Landrat Michael Cyriax (CDU) auf, diesen Beschluss zu beanstanden. „Die teuren, gut bezahlten Dezernentenstellen sind keine Versorgungsjobs für Kommunalpolitiker, auch nicht für solche der Grünen“, monieren die Linken.

Zumal der Landrat vorhabe, die Zahl der ehrenamtlichen Kreisausschuss-Mitglieder von 13 auf 11 und die der Kreistags-Abgeordneten von 81 auf 71 verringern, um Kosten zu sparen. „Das Parlament verkleinern, aber die Regierung aufblähen – das ist schon ein seltsames Verständnis von parlamentarischer Demokratie“, finden die Main-Taunus-Linken.

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