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Main-Taunus Gegen Stromtrasse

Der Main-Taunus-Kreis will auf seinem Gebiet keinen oberirdischen Verlauf der geplanten Ultranet-Stromtrasse. Kurz bevor die Frist verstreicht, gibt er sein Stellungnahme bei der Bundesnetzagentur ab.

Der Main-Taunus-Kreis und mehrere Kommunen kritisieren die geplante Ultranet-Stromtrasse durch das Kreisgebiet. Wie Landrat Michael Cyriax (CDU) und Kreisbeigeordnete Madlen Overdick (Grüne) mitteilen, erhebt der Kreisausschuss entsprechende Einwendungen. Diese sollen an die Bundesnetzagentur weitergeleitet werden. Dort läuft die Frist für Stellungnahmen am 20. August ab.

Ultranet ist eine vom Bund geplante Hochspannungsleitung, um Strom zwischen Osterath in Nordrhein-Westfalen und Philippsburg in Baden-Württemberg zu übertragen. Auf einem Teilstück soll sie durch den Main-Taunus-Kreis verlaufen.

Das sorgt seit Langem für Proteste im Kreis. So hat sich in Hofheim eine Bürgerinitiative gegen die Main-Taunus Ultranet-Trasse gegründet.

Landrat Cyriax begründet die Ablehnung der geplanten Trasse mit „Lärm und elektromagnetischer Strahlung“, die sich erhöhen könne. Teilweise führe die Leitung in mehreren hundert Metern an Schulen vorbei und in Eppstein-Bremthal passiere sie manche Wohnhäuser in 22 Metern Entfernung. Gefahren könnten nicht ausgeschlossen werden, so Cyriax. Bei dem Projekt würden Gleichstrom und Wechselstrom zusammen über die Trassen geführt. Wie hoch die damit verbundenen Risiken seien, sei unter Experten nicht zweifelsfrei geklärt. Der Kreisausschuss favorisiert deshalb eine Leitung unter der Erde entlang der A 3.

An der Stellungnahme haben die Städte Hofheim, Hochheim, Eppstein sowie der Rheingau-Taunus-Kreis und mehrere dortigen Kommunen mitgewirkt. pz

Die Pläne können im Internet unter www.netzausbau.de eingesehen werden.

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