Lade Inhalte...

Main-Taunus Acht Listen zur Kreistagswahl

Zur Kommunalwahl am 6. März treten im Main-Taunus-Kreis acht Listen an. Die AfD ist erstmals mit dabei. Sie hat eine Liste mit 33 Kandidaten eingereicht.

Im Kreistag, der alle zwei Monate im Landratsamt tagt, werden nach der Wahl die Karten neu gemischt. Foto: Martin Weis

Zur Kreistagswahl am 6. März werden acht Listen im Main-Taunus-Kreis antreten. Neben CDU, SPD, Grünen, FDP, Freien Wählern und Linken hat erstmals auch die Alternative für Deutschland (AfD) eine Liste mit 33 Bewerbern eingereicht. Auf Position sieben der Wahlvorschläge stehen zudem die Main-Taunus-Bürger (MTB) mit einem einzigen Kandidaten: Heiner Kappel.

Er habe die Gruppierung „Die freien Bürger“ (dfb), für die er bislang als einziger Abgeordneter im Kreisparlament saß, zur Kommunalwahl 2016 umbenannt, sagte Kappel der FR – „um den lokalen Aspekt herauszustreichen und deutlich zu machen, dass wir keinen Anweisungen irgendwelcher Parteien folgen müssen“.

Mit einem ähnlichen Schachzug war der ehemalige Rechtsausleger der FDP und langjährige Kommunalpolitiker in Bad Soden bereits bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren in seiner Heimatstadt erfolgreich. Damals schlossen sich Kappels dfb und die Gruppierung Für Unsere Stadt (FuS) zu den Bad Sodener Bürgern (BSB) zusammen und holten mit Unterstützung der Freien Wähler 21,4 Prozent der Stimmen. Die BSB ist seither nach der CDU zweitstärkste Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung und größte Oppositionspartei in Bad Soden.

Auf Kreisebene wolle er mit den Main-Taunus-Bürgern ähnlich stark zulegen, sagte Kappel. Ob das gelingen kann, bleibt abzuwarten. 2011 hatten die Freien Bürger im Kreis 1,5 Prozent der Stimmen erhalten und waren mit 27 Bewerbern zur Wahl angetreten. Kappels Kalkül seiner Solokandidatur jetzt: Sollte die MTB-Liste mehr Stimmen bekommen als für einen Parlamentssitz nötig sind, würden die Stühle dieser Abgeordneten leer bleiben.

„Ich hätte damit mein Ziel, den Kreistag zu reduzieren und Kosten zu sparen, erreicht“, sagt der 77-Jährige, der eigenen Angaben zufolge in den vergangenen fünf Jahren mehr als 40 Anträge gestellt hat, von denen bis auf einen alle von einer breiten Mehrheit des Kreistages abgelehnt wurden. Die Forderung, das Kreisparlament von 81 auf 71 Mitglieder zu reduzieren, war auch darunter.

Die längste Bewerberliste mit 104 Kandidaten hat zur Kommunalwahl 2016 die CDU eingereicht, 81 werden auf dem Wahlzettel aufscheinen. Auf der SPD-Liste stehen 80 Namen, die Grünen gehen mit 61 Kandidaten ins Rennen, die FDP mit 56 und die Freien Wähler mit 49. Für die Linken kandidieren 33 Bewerber.

Zurzeit wird der Main-Taunus-Kreis von einer CDU/FDP/FWG-Koalition mit nur einer Stimme Mehrheit regiert. Größte Oppositionsfraktion ist die SPD mit 19 Abgeordneten. Die Grünen, die nach der Kommunalwahl 2011 über 17 Sitze verfügten, haben im Laufe der Legislaturperiode zwei Abgeordnete an die Linken verloren, die jetzt mit vier Sitzen im Kreistag vertreten sind. Größte Fraktion ist die CDU mit 34 Abgeordneten, FDP und Freie Wähler haben jeweils vier Parlamentssitze.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen