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Liederbach Rotes Kreuz kauft Altes Rathaus

Das Niederhofheimer Wahrzeichen soll eine Seniorenbegegnungsstätte werden. Ihre Eröffnung ist für Mai geplant. Eine Erbschaft hat dem DRK den Ankauf des Gebäudes möglich gemacht.

Dank des DRK bald wieder zugänglich für alle Bürger: das Alte Rathaus in Niederhofheim. Foto: Michael Schick

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird Eigentümer des Niederhofheimer Wahrzeichens. Mit deutlicher Mehrheit haben die Mitglieder des Liederbacher Ortsvereins nun dem Kauf des Alten Rathauses zugestimmt. Wie der DRK-Vorsitzende Reinhold Hofmann mitteilt, votierten in einer Versammlung am Montagabend 61 Anwesende für das Geschäft, 18 waren dagegen.

In den nächsten Tagen soll der Kaufvertrag mit der Frankfurter Volksbank unterschrieben werden. Die ist immer noch Eigentümer des Gebäudes mit seinen 270 Quadratmetern Nutzfläche, obwohl sie ihre Filiale darin schon 2009 geschlossen hatte. Seitdem steht das Gebäude leer. Etwa 300.000 Euro zahlt das DRK an die Volksbank, weitere 270.000 Euro sind für den Umbau vorgesehen. Leisten kann sich das die Hilfsorganisation nur, weil ein Liederbacher Ehepaar ihm eine beträchtliche Summe vererbt hat. Zudem ist Reinhold Hofmann zuversichtlich, dass es vom DRK-Landesverband und dem Land Hessen Zuschüsse geben wird.

Nutzen will das Liederbacher Rote Kreuz sein neues Domizil als Seniorenbegegnungsstätte. Da das Gebäude erst vor zwanzig Jahren komplett erneuert worden ist, seien keine allzu aufwendigen Arbeiten nötig, erklärt Hofmann. „Ein neuer Fußboden und eine Behindertentoilette“ seien die wichtigsten Arbeiten, die noch zu machen seien. „Die nötigen Firmen habe ich schon an der Hand.“ Deshalb geht er davon aus, dass das Seniorenzentrum schon im Mai eröffnet werden kann.

Haus steht wieder Bürgern offen

Dort sollen künftig die Seniorengymnastik- und Yoga-Gruppe des DRK trainieren. Außerdem sind Vortragsabende, etwa zu Gesundheitsthemen, geplant. Die Begegnungsstätte soll aber keine reine DRK-Veranstaltung werden, wünscht sich Hofmann. So könnten die 100 Mitglieder des Altenklubs „Rentnerruh“ die Räume genauso nutzen wie die Bewohner des AWO-Heims, schlägt er vor. Und der Heimat- und Geschichtsverein habe die Möglichkeit zu Ausstellungen mit alten Bildern oder Vorträgen.

„Eine tolle Sache“, findet Bürgermeisterin Eva Söllner (CDU). Schließlich mache der demografische Wandel auch vor Liederbach nicht Halt. Da das DRK durch die Seniorenbegegnungsstätte die Gemeinde entlastet, habe sich der Gemeindevorstand bereit erklärt, die laufenden Betriebskosten zu übernehmen.

„Zudem ist das Gebäude nun wieder zugänglich für die Bevölkerung“, freut sich die Bürgermeisterin. Auch die Gemeinde hatte sich für einen Kauf interessiert, sich aber 2011 wegen der hohen Kosten dagegen entschieden. Das Alte Rathaus in Niederhofheim ist zwischen 1714 und 1717 als zweigeschossiger Fachwerkbau mit barockem Haubendachreiter errichtet worden. Im 20. Jahrhundert hat es einen modernen Anbau erhalten.

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