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Lebenshilfe Main-Taunus Lebenshilfe feiert inklusives Fest

Die Lebenshilfe Main-Taunus besteht seit 30 Jahren. Zu ihrem Jubiläum hat sie sich einen Traum erfüllt und ein neues Kinder- und Kompetenzzentrum eröffnet.

Lebenshilfe in Hofheim
Alltag im KuK: Golnar Hatamianfar mit der siebenjährigen Nele, die den Rollstuhl von Caecilie (l.) für eine Fahrt ausgeliehen hat. Foto: Renate Hoyer

Zu ihrem 50-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr hat sich die Lebenshilfe Main-Taunus einen Traum erfüllt. Der gemeinnützige Verein, der seit seiner Gründung im Jahr 1967 Menschen mit Behinderung und deren Familien im Main-Taunus-Kreis unterstützt, eröffnete das neue Kinder- und Kompetenzzentrum (KuK) in der Kreisstadt Hofheim. Seither sind an dem Standort in der Frankfurter Straße in einem Neubau der Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) die Frühförderung, der Familienunterstützende Dienst, die heilpädagogische Beratungsstelle Stark, die Beratungsstelle Wohnen sowie der Treffpunkt Leichte Sprachen gebündelt. 

Am 8. Juni feiern Lebenshilfe und HWB ein inklusives Fest. 300 Gäste, darunter Mieter und Nachbarn sind eingeladen. Die Eröffnung des KuK, die im Herbst 2017 eher still über die Bühne ging, soll damit nachgeholt werden. 

Die ganze Palette an Hilfen für Kinder mit Beeinträchtigung und deren Eltern werde im neuen Kinder- und Kompetenzzentrum zentral angeboten, sagt Annette Flegel, die den Treffpunkt Leichte Sprache leitet. „Die Frühförderung fängt bei den Kleinsten an, auch Hebammen und Hausärzte sind mit im Boot“, berichtet sie. Werdende Eltern, die ein behindertes Kind erwarten, könnten sich auch schon in der Schwangerschaft Rat holen. Später gehen die Mitarbeiter der Frühförderung in Kindergärten, um ihre Unterstützung anzubieten. Nahtlos schließe der Familienunterstützende Dienst an. Im Hofheimer Kinder- und Kompetenzzentrum gibt es Hortgruppen, diverse Freizeitangebote und Ferienspiele, an denen behinderte Kinder teilnehmen können. Für die Familien sei das wichtig, denn oftmals sei es nicht leicht, für beeinträchtigte Kinder einen Hortplatz zu finden.

Waltraud Becker arbeitet seit 25 Jahren im Familienunterstützenden Dienst der Lebenshilfe Main-Taunus und kennt noch die „alten Räume“ in Kelkheim. Im Keller seien sie untergebracht gewesen, erinnert sie sich. „Und sie waren nicht barrierefrei.“ 

In Hofheim hat sich die Situation grundlegend gewandelt. Barrieren gibt es in den neuen Räumen des KuK keine mehr – weder für Rollstuhlfahrer noch für Menschen, die schlecht sehen oder geistig beeinträchtigt sind. Ein Farbleitsystem und Piktogramme an den Türen erleichtern die Orientierung. Ein weiterer Vorteil ist die Lage des Lebenshilfe-Zentrums. Die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung ist zu Fuß gut erreichbar. Es gibt Einkaufsmöglichkeiten, und die Hofheimer Innenstadt ist nicht allzu weit entfernt. „Wir können die Idee der Inklusion damit viel besser umsetzen als bisher“, sagt Waltraud Becker.

Auch für die Frühförderung der Lebenshilfe gibt es in Hofheim mehr Platz. Hängematte, Bällchenbad, Schaukelbrett, Kletterwand und Rollenrutsche stehen unter anderem für die Kinder zur Verfügung, dazu ein großes Außengelände. Die beiden Wassergruppen, die die Frühförderstelle anbietet, können jetzt das Therapiebecken der Bodelschwinghschule mitnutzen. 

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