Lade Inhalte...

Krankenhaus in Hofheim Grundstein für neue Klinik gelegt

Bis 2016 werden in Hofheim vier Pavillons für das neue Hofheimer Krankenhaus errichtet. Die Finanzierung erfolgt über ein Leasingmodell.

Der Anfang ist gemacht, 2016 soll der Neubau fertig sein. Foto: MichaelSchick

Bis 2016 werden in Hofheim vier Pavillons für das neue Hofheimer Krankenhaus errichtet. Die Finanzierung erfolgt über ein Leasingmodell.

Staatsminister Axel Wintermeyer hält die Kelle mit Mörtel in der Hand, Bürgermeisterin Gisela Stang reicht ihm die Ziegel, Kreistagsvorsitzender Wolfgang Männer legt die Wasserwaage an und Landrat Michael Cyriax setzt den Schlussstein. So wie am Mittwoch Politiker über Parteigrenzen hinweg gemeinsam mit angepackt haben, um den Grundstein für das neue Hofheimer Krankenhaus zu legen, so geschlossen stehen die Fraktionen des Kreisparlaments auch hinter dem 50-Millionen-Euro-Projekt und hinter dem Finanzierungsmodell. Mit dessen Hilfe soll der Neubau trotz klammer Kreiskassen und Finanzkrise bei den Main-Taunus-Kliniken gestemmt werden.

Von den 50 Millionen Euro Baukosten muss der Kreis nur 20 Millionen übernehmen. 30 Millionen Euro steuert das Land an Fördermitteln bei. Bauherr ist ein Konsortium aus den Firmen Vamed und Alpine, das nach Fertigstellung 18 Jahre lang Eigentümer des neues Krankenhauses bleibt. Die Main-Taunus-Kliniken leasen das Gebäude in dieser Zeit für eine Million Euro pro Jahr. 2034 läuft das Leasingmodell aus. Dann geht das Gebäude für einen Restwert von acht Millionen Euro in den Besitz der Kliniken über.

Das PPP-Modell sei einzigartig für einen Klinikneubau in der deutschen Krankenhauslandschaft, sagte Klinik-Chef Helmuth Hahn-Klimroth. „Ich hoffe, dass wir mit der heutigen Grundsteinlegung auch alle Skeptiker davon überzeugen können, dass Hofheim ein neues Krankenhaus braucht.“ In den kommenden zwei Jahren werden drei neue Klinikpavillons an der Lindenstraße errichtet. Die Klinik für Pneumonologie und allgemeine Innere Medizin wird darin untergebracht, die geriatrische Klinik, das Schlaganfallzentrum sowie das Herzkatheterlabor und die Brustschmerzambulanz. Im Jahr 2016 wird ein vierter Pavillon fertig – für das schlafmedizinische Zentrum, die neurologische Praxis und für die Psychiatrie, die von der Fachklinik in der Kurhausstraße in den Krankenhausneubau umzieht.

Die Main-Taunus-Kliniken haben eine Menge Vorarbeit geleistet, die alten Gebäude abgerissen, die Baugrube fertig gemacht und sich um die detaillierte Entwurfsplanung für das neue Krankenhaus gekümmert. 34 Aktenordner seien dazu beim Notar protokolliert, berichtete Helmuth Hahn-Klimroth stolz.

Nicht nur ein neues Gebäude in Hofheim, sondern auch neue innere Strukturen sollten die Arbeit der Kliniken künftig auf sichere wirtschaftliche Beine stellen, sagte Landrat Michael Cyriax (CDU). „Wir sind optimistisch, dass wir unser Ziel auch erreichen.“ Mit dem Neubau würden die Kliniken insgesamt gestärkt. Die Bürger erhielten beste medizinische Versorgung – wohnortnah und aus einer Hand. Möglicherweise werde man nicht umhinkommen, sich in der Region Verbündete zu suchen und mit anderen Krankenhäusern zu kooperieren.

Für Vamed-Geschäftsführer Walter Troger ist die Großbaustelle in Hofheim eine besondere Herausforderung: Der Klinikneubau wird bei laufendem Krankenhausbetrieb errichtet. Troger versprach gestern pünktliche Fertigstellung. Genau 110 Jahre nach der Grundsteinlegung für das alte Hofheimer Krankenhaus soll 2014 der erste Bauabschnitt des Neubaus fertig sein.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum