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Hotel am Rosenberg Hofheim Sondersitzung zum Rosenberg-Deal

Für die Grünen sind rund um den Grundstücksverkauf Hotel am Rosenberg immer noch viele Fragen offen. Die CDU stimmt einem Oppositionsantrag zu, sich noch einmal in einer Sondersitzung mit dem Thema zu beschäftigen.

Kein Akteneinsichtsausschuss, dafür eine Sondersitzung, in der sich die Ausschüsse einzig und allein mit den Vorgängen rund um den Grundstücksverkauf Hotel am Rosenberg und die lange Vorgeschichte beschäftigen – das ist das Ergebnis einer mehr als einstündigen Debatte zum sogenannten Rosenberg-Deal am Mittwochabend im Parlament. Die Grünen hatten den Antrag gestellt, die SPD lehnte ihn zunächst ab, obwohl die Mitglieder des Bauausschusses bereits ein halbes Dutzend Fragen formuliert und den Magistrat um Beantwortung gebeten hatten. In einer regulären Ausschusssitzung könne das Fragenpaket gar nicht abgearbeitet werden, sprang Bodo Tadewald von den Freien Wählern den Grünen bei. Und auch CDU-Fraktionschef Christian Vogt plädierte für die Sondersitzung. Am Ende stimmten alle Fraktionen mit Ausnahme der Bürger für Hofheim und des Linken-Vertreters Bernd Hausmann dafür.

Hausmann beschwert sich

Bernd Hausmann hatte zuvor sieben Anfragen zum Rosenberg-Deal vorgetragen, deren Beantwortung Licht bringen sollte in die „unendliche Geschichte“, an deren Ende nun der Verkauf des Hotelgrundstücks an den Krifteler Investor Wilma steht, der Wohnhäuser auf dem Gelände errichten möchte.

Dass er alle Fragen en bloc vortragen musste und sie danach gesammelt von Planungsdezernent Wolfgang Winckler (SPD) beantwortet wurden, sah Hausmann als Schikane an. Er beschwerte sich gestern per E-Mail bei Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater (CDU), der seinerseits Zeitgründe für das Vorgehen ins Treffen führte.

Für die Grünen sind trotz Antwortmarathon viele Fragen noch offen. Beispielsweise die, wer eigentlich den Gutachter beauftragt hat, der 2003 den Preis für das Rosenberg-Grundstück kalkulierte; und warum zwei Jahre, als die Faktenlage nach Änderung des Bebauungsplanes eine ganz andere war, besagtes Gutachten zur Berechnung des Kaufpreises herangezogen wurde. Auch wollten die Grünen einen Juristen prüfen lassen, ob sich die Stadt die Million Euro, die sie dem Hoteleigentümer erlassen hatte, damit dieser den Betrieb erhält, zurückholen könne, sagte Fraktionschefin Marianne Knöss der FR. Des Weiteren stelle sich die Frage, warum Hans Josef Vogler nicht selbst in den Hotelbetrieb investierte, sondern stets nach Investoren suchte.

Die Fragen, die der Bauausschuss zum Rosenberg-Deal formuliert hat, zielen auch in die Zukunft. Dabei geht es um Details der geplanten Wohnbebauung und Möglichkeiten des Wertausgleichs durch die gestiegenen Grundstückspreise sowie um die Chancen, doch das Hotel an dieser Stelle zu erhalten.

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