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Hofheim Stang bringt neues Bürgerhaus ins Spiel

Bürgermeisterkandidaten antworten auf Anfrage von Wallauer Initiative.

Das Ultimatum hat gewirkt. Pünktlich zum 30. Januar haben alle drei Hofheimer Bürgermeisterkandidaten auf einen Offenen Brief der Interessengemeinschaft Wallauer für Wallau geantwortet, in dem diese die persönliche Haltung der Bewerber zum Thema „Erhalt der Hallenkapazität für Sport und Kultur“ in Wallau eingefordert hatte.

Hintergrund sind die Pläne der Stadt, die alte Ländcheshalle sowie die benachbarte Schulturnhalle abzureißen und auf dem Schulgelände in Wallau eine neue Dreifelderhalle mit Platz für 600 Zuschauer zu errichten, die sogenannte „Basislösung“. Außerdem laufen inzwischen Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und dem TV Wallau, wie zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden können.

Sowohl die amtierende Rathauschefin Gisela Stang (SPD) als auch der Erste Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) gestehen ein, dass die „Basislösung“ nicht ausreicht. Beide verweisen aber auch auf die finanziellen Nöte Hofheims.

Der Wunsch der Wallauer Initiative, die Stadt möge eine „große Lösung“ alleine stemmen, komme deshalb „um Jahre zu spät“, bedauert Exner. Deshalb sei die einzige Möglichkeit, genug Trainingsmöglichkeiten für den TV Wallau und zusätzlichen Raum für kulturelle Aktivitäten zu schaffen, „ein gemeinsames Projekt mit dem Verein, dem Main-Taunus-Kreis und der Stadt Hofheim“.

Gisela Stang verweist darauf, dass bestimmte Zuschüsse von Land und Kreis nur dann fließen, wenn der TV Wallau Eigentümer der neuen Halle ist. Es gehe ihr nicht darum, Verantwortung einfach abzuwälzen, sondern gemeinsam eine Lösung zu finden. Stang verweist auf ähnliche Kooperations-Projekte von Vereinen und der Stadt in Lorsbach, Hofheim und Diedenbergen.

Den Wunsch nach zusätzlichen Kapazitäten beantwortet sie mit einem neuen Vorschlag: „Ich frage mich, ob Wallau nicht einen Raum braucht, der ähnlich einem Bürgerhaus für bestimmte sportliche Zwecke ebenso wie für kulturelle Veranstaltungen geeignet ist.“ Schließlich gehe es um eine Lösung für die nächsten 20 Jahre.

Da müssten in der Debatte auch Fragen wie das Verhältnis von möglicher Ganztagsschule und Vereinsleben sowie die steigende Zahl älterer Menschen im Ort eine Rolle spielen. Allerdings könne dies nur in Gesprächen mit dem TV Wallau und den anderen Wallauer Vereinen entschieden werden.

Horst Schneider (Grüne) kritisiert allgemein die „fehlende Bürgerbeteiligung“ in Hofheim, was momentan auch in anderen Stadtteilen deutlich werde. Auch er fühle sich als Stadtverordneter nicht ausreichend informiert. Immerhin sagt er zu: „Ich werde mich als Bürgermeister dafür einsetzen, dass Wallau eine angemessene und zeitgemäße Sporthalle zur Verfügung hat.“

Wer möchte, kann am Mittwoch, 20. Februar, mit Horst Schneider im „Alten Hof“, Rathausstraße 6-8 über das Thema diskutieren. Er wird von 18.30 an Uhr vor Ort sein.

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