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Hofheim Pflege am Bach

Lindhorst-Gruppe baut Seniorenheim mit 105 Betten/ Dritte Einrichtung im Kreisgebiet

Das Fundament ist bereits gegossen, und auch die ersten Wände stehen schon. Trotzdem fanden Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) und die Verantwortlichen der Lindhorst-Gruppe gestern noch ein Plätzchen, an dem sie den Grundstein für die neue Senioreneinrichtung am Schwarzbachweg versenken konnten.

93 Einzel- und sechs Doppelzimmer sind auf dem 2300 Quadratmeter großen Grundstück geplant. Eröffnen soll die Senioreneinrichtung im Juni 2013.

„Hoffentlich ohne Unfall“ werde der Bau der Einrichtung ablaufen, wünscht sich Gisela Stang. „Und auch ohne Insolvenz.“ Denn mit den Pflegeheimplänen auf dem Areal direkt am Schwarzbach hat die Stadt bislang keine guten Erfahrungen gemacht.

Ende 2009 war der Vertrag mit dem Investor Ingenium geplatzt, weil der nicht den entsprechenden Finanzierungsnachweis lieferte. Nun soll es mit der Lindhorst-Gruppe klappen, die deutschlandweit schon zwölf Senioren-Einrichtungen betreibt, davon zwei im Main-Taunus-Kreis: in Flörsheim und in Hattersheim.

Sechs Millionen Euro investiert das Unternehmen aus Winsen an der Aller in das neue Projekt, das es ein wenig hochtrabend „Seniorenresidenz Hofheim“ nennt. „Wir wollen weg vom Krankenhauscharakter“, begründet Dieter Prothe die Namensgebung. Er ist Geschäftsführer der Lindhorst-Tochter Mediko, der künftigen Betreiberin des Heims.

Die Bewohner werden darin in Wohngruppen von zwölf bis 15 Menschen leben, in denen sie rund um die Uhr betreut werden. Zentrum jeder Gruppe ist eine Wohnküche. Allerdings ist im Erdgeschoss auch ein Restaurant geplant. „Für unsere fitten Bewohner“, sagt Prothe.

Aber auch Menschen aus der Umgebung sind eingeladen, zum Mittagessen oder Kaffeetrinken vorbeizukommen. Mit den Bewohnern der benachbarten Eigentumswohnanlage gibt es sogar schon konkrete Gespräche. „Es ist wichtig, dass es ein zusätzliches Angebot gibt“, sagt Ursula Schönbeck-Fend, die die Eigentümer der 48 Wohnungen vertritt.

Auch ansonsten werde man sich bemühen, auf die spezifischen Bedürfnisse in Hofheim einzugehen, verspricht Dieter Prothe. Die Preise sollen aber nicht höher sein als in den anderen örtlichen Heimen.

Genaue Summen konnte Prothe gestern noch nicht nennen. Das sei erst nach den entsprechenden Verhandlungen mit den Pflegekassen und dem Sozialhilfeträger möglich.

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