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Hofheim Kunstvolle Armut

Eine Ausstellung im Stadtmuseum stellt gesellschaftliche Fragen. Sie wurde von den Künstlern Stefanie Schroeder und Christian A. Werner eigens konzipiert.

Holy Smoke
Kohlrabi. Foto: Christian A. Werner

Seit  Samstag zeigt das Stadtmuseum in der Burgstraße 11 die Ausstellung „Holy Smoke“. Zu sehen sind Werke von Stefanie Schroeder und Christian A. Werner.

Die beiden Künstler haben eigens für das Stadtmuseum eine Ausstellung zum Thema Armut entwickelt. Ausgehend von intensiven Recherchen haben sie eine künstlerisch-dokumentarische Werkschau realisiert, bei der die Grenzen der klassischen Fotografie überschritten werden.

Schroeder und Werner zeigen auf, dass eine Gesellschaft, die nach einer wirtschaftsliberalen Funktions- und Leistungslogik funktioniert, voller Widersprüche und Neiddebatten ist. Gleichzeitig wächst der öffentliche Zugriff auf private Lebensweisen: Essens- und Kleidungsvorschriften, religiöse Bevormundungen und beschränkte Teilhabe.

Ein Werk nennt sich „Holy Smoke“, wie die gesamte Ausstellung. Zu sehen ist eine Hand mit einem Strauß Räucherstäbchen. Die Interpretation liefern die Künstler gleich mit: „Während sich das Sinnstiftungspotenzial von gesellschaftlichen Zugehörigkeiten immer in Rauch auflöst, müssen weltferne, esoterische, pseudoreligiöse Heilsversprechen den erlittenen Verlust ausbügeln.“

Die Ausstellung läuft bis zum 19. August. Der Eintritt kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Geöffnet hat das Museum dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr, zudem dienstags auch von 10 bis 13 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 18 Uhr.

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