Lade Inhalte...

Hofheim Kita Frechdachs ist wasserdicht

Die Diedenbergener Einrichtung Frechdachs öffnet im Herbst wieder. Nach über 20 Monaten ist die Sanierung dann abgeschlossen. In der Kita gab es Schimmel.

Sanierungsarbeiten in der Kita Frechdachs. Foto: Michael Schick

Schimmel in allen Außenwänden, Rückstau im Kanal – Erzieherinnen, Kinder und Eltern der Diedenbergener Kita Frechdachs sahen sich vor knapp eineinhalb Jahren so ziemlich mit dem Schlimmsten konfrontiert, was einer Kinderbetreuungseinrichtung widerfahren kann. Mehr oder weniger über Nacht musste der Kindergarten, dessen Träger die evangelische Kirchengemeinde ist, im Oktober 2014 aus dem Gebäude im Heideweg ausziehen. Drei- bis Sechsjährige und Hortkinder werden seither im katholischen Gemeindezentrum und im Gemeindehaus betreut. Nun gibt es Licht am Ende des Tunnels. Im Herbst kann die Kita Frechdachs in ihre eigenen Räume zurückkehren.

20 Monate haben die Sanierungsarbeiten insgesamt gedauert. Wie viel Geld die Stadt dafür ausgeben muss, steht noch nicht genau fest. Im Haushalt sind erst mal 570 000 Euro veranschlagt. Laut Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) sind die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen und Versicherungsfragen nicht endgültig geklärt.

Der Wasserschaden in der Kita Frechdachs war nicht der erste seiner Art. Bereits 2010 gab es Schimmel und feuchte Wände in dem Gebäude. Lochfraß in einer Leitung wurde als Ursache ausgemacht. Auch damals musste der Kindergarten in ein Ausweichquartier umziehen. Der Schaden wurde repariert. „Möglicherweise hat man bei den Sanierungsarbeiten aber nicht genau hingeguckt“, vermutete Jürgen Müller, der im Hofheimer Rathaus für Gebäudemanagement zuständig ist, bei einem Ortstermin.

Bis zur Bodenplatte abgegraben

Denn nur drei Jahre später waren die Wände in der Diedenbergener Kita erneut feucht und voller Schimmel. Bei der zweiten Sanierung wurden jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Jeder Raum sei bis zur Bodenplatte abgegraben worden und wannenförmig mit Bitumenschweißbahnen isoliert, berichtete Müller. Die wasserführenden Leitungen lägen jetzt in der abgehängten Decke. Außerdem habe man Feuchtesensoren eingebaut. „Bei einem Wasserschaden wird zukünftig das Wasser im gesamten Gebäude abgesperrt.“ Zusätzlich gäbe es Kontrollklappen im Boden und Revisionstürchen in den Wänden in der Nähe von Zu- und Abflussleitungen.

Ein Gutes hat der massive Wasserschaden immerhin gebracht: Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde die Konzeption der Kita Frechdachs komplett überarbeitet und erstmals in Diedenbergen eine U-3-Gruppe eingerichtet, in der ab dem kommenden Herbst bis zu zwölf Krippenkinder betreut werden können. Außerdem wird es drei Gruppen für Drei- bis Sechsjährige geben. Die Hortkinder, die bisher in der Kita Frechdachs untergebracht waren, ziehen in die Kita Kunterbunt um, die ihr Hortangebot vergrößert und dafür einen Anbau bekommt.

„Es fällt uns nicht leicht, die Hortkinder abzugeben. Wir werden die Arbeit und die Gespräche mit unseren Großen sehr vermissen“, sagte Kita-Leiterin Katrin Rehm. Das Team sei auf die Betreuung der Krippenkinder aber gut vorbereitet.

Und die Kita Frechdachs hat in Zukunft ein paar Besonderheiten zu bieten – wie eine größere Terrasse, Minispielanlage und Spielhäuschen im Freien sowie eine Wasserspiel- und Plantschlandschaft drinnen. „Darüber freuen wir uns ganz besonders“, sagt Katrin Rehm.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen