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Hofheim Chillen beim Sommerschein

Beim Sommerschein-Festival am Sportpark Heide in Hofheim geht es entspannt zu. Und zu hören gibt es Bands für jeden Geschmack.

09.08.2010 11:07
Jöran Harders
Sommerscheinfestival in Hofheim Foto: Michael Schick

Musikhören, dasitzen, reden – mehr Programm braucht Andreas Rodriguez Martin nicht für ein gelungenes Wochenende. Wenn es dann abends noch eine Gelegenheit zum Tanzen gibt, ist der 18-Jährige mehr als zufrieden. Zum Sommerschein-Festival, das für solche Freizeitgestaltung sicherlich eine ideale Veranstaltung ist, kam der junge Mann, ganz zufällig und ohne genau zu wissen, was ihn erwartet. „Freunde haben mich gefragt, ob ich mitfahren möchte, und ich habe einfach ja gesagt.“

Zum 15. Mal haben sich am Wochenende Festivalbesucher aus ganz Deutschland auf dem Gelände am Sportpark Heide getroffen, Zelte aufgebaut, Wolldecken ausgebreitet und die typische entspannte Sommerschein-Atmosphäre auf sich wirken lassen. Die sei geprägt von der alternativen Rock- und Punk-Szene, meinte Noël Desbuleux, der aus Diedenbergen zum Festival gekommen war. „Leute, die Stress machen wollen, haben hier nichts zu suchen“, so der 18-Jährige.

Dass die aber beim Sommerschein-Festival ohnehin selten sind, bestätigen auch die Veranstalter. Unangenehme Zwischenfälle gebe es so gut wie nie, sagte der Vorsitzende des ausrichtenden Vereins Förderkreis Kultur regional, Bernardo Sprung. Und auch am vergangenen Wochenende gab es, wie Polizei und Deutsches Rotes Kreuz bestätigten, keinen Ärger. So kümmerten sich die 24 Helfer des Roten Kreuzes vor Ort um Kleinigkeiten wie Insektenstiche und konnten das Festival ebenfalls genießen.

Rund 100 Helfer

Als eines der Erfolgsrezepte des nach eigenen Angaben „größten Umsonst-und-draußen-Festivals“ der Region betrachten die Organisatoren die Musikauswahl, die sich nicht auf einen Stil festlegt. „Das Spektrum reicht von der Newcomer-Band bis hin zu etablierten Gruppen und bietet für jeden Geschmack etwas“, erklärte Melanie Agus, die für die Musikauswahl und die Bands zuständig ist. Sie entscheidet nicht allein. „Es bewerben sich jedes Jahr rund 400 Bands, von denen ich 100 auswähle und den Vereinsmitgliedern vorstelle. Die stimmen dann demokratisch über das Programm ab“, so Agus. Sie selbst hat das Festival im Alter von 14 Jahren zum ersten Mal als Gast erlebt und ist aus Idealismus Förderkreis-Mitglied geworden. Denn, und das ist vielleicht ein weiteres Erfolgsrezept für die Veranstaltung, das Sommerschein-Festival wird von den an die 100 Helfern des Vereins „nicht nur für die anderen ausgerichtet, sondern auch für uns selbst“, wie sie betont. Der schönste Lohn sei dann, „wenn alle hier eine schöne Zeit haben“.

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