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Hattersheim Verein übernimmt Sarotti-Kita

Ein Vier-Millionen-Euro-Projekt ist die neue Kindertagesstätte im Baugebiet Schokoladenfabrik. Anfang Dezember soll sie ihre Pforten öffnen. Jetzt steht fest, wer die Kita betreiben wird: Der Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern.

Zwischen den Häusern soll es grüner werden. Foto: Michael Schick

Es ist kein unbekannter Partner, den sich der Magistrat damit unter den sieben Bewerbern ausgesucht hat. Der Verein betreibt seit 2009 am Markt die Krippe Kartoffelkiste. Sowohl Bürgermeisterin Antje Köster (SPD) als auch der geschäftsführende Vorstand des Vereins, Michael Burbach, schwärmen von der gelungen Zusammenarbeit. Sechs Gruppen soll die neue Kita haben, davon werden drei für Kinder unter drei Jahren sein, zwei für Kindergartenkinder und eine dritte soll altersgemischt angeboten werden.

„Es ist das Konzept des Vereins, sich nach dem Bedarf in dem jeweiligen Wohngebiet zu richten“, sagt Michael Burbach. Deswegen hänge man keiner bestimmten pädagogischen Richtung an. In einem Neubaugebiet sei es wichtig, Brücken zu bauen zwischen den Nachbarn, dafür sei eine Kita geradezu prädestiniert. Mit wie vielen Gruppen die Kita starten wird, konnte Burbach noch nicht sagen, das hänge von der Warteliste ab.

In Hattersheim müssen die Kinder zentral beim Referat für Kinder, Jugend, Senioren und Soziales angemeldet werden. Nach Aussage von Referatsleiterin Ingrid Englert gibt es vor allem bei den U3-Plätzen auch immer wieder Rückzieher: „In der Regel vergeben wir die Plätze zwei bis drei Mal. Die Stadt betreibt zehn Kitas, drei weitere stehen unter konfessioneller Trägerschaft. Für die neue Kita Schokofabrik werden Gebühren in gleicher Höhe wie bei den anderen erhoben.

Im neuen Wohngebiet werden nach Fertigstellung rund 1700 Menschen leben, viele von ihnen mit kleinen Kindern. 450 000 Euro Fördermittel steuert das Land über den Kreis für die Kita bei. Trotzdem wird die Stadt weit über 50 Prozent des jeweiligen Kita-Platzes bezuschussen müssen, wie Kämmerer Ulrich Löffelholz mitteilte.

In der neuen Kita soll nach Aussage von Burbach frisch gekocht werden. Was die Erzieher und Erzieherinnen angeht, ist Burbach auch in Zeiten des Fachkräftemangels optimistisch: „Der Verein hat viele Blindbewerbungen.“

Vor der Kita sind drei Parkplätze vorgesehen. Die Zufahrt wird über den Hugo-Hoffmann-Ring erfolgen. Bei der Anwohnerversammlung hatten auch die Eltern der künftigen Kita-Kinder Vorschläge parat: Eine Drop-off oder Kiss-and-go-Zone sei prima für die, die ihre Kinder abliefern und dann gleich zur Arbeit weiterfahren müssten. Auch wenn die Kita nur um die Ecke liege.

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