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Hanau Pestizidfrei werden

Die Grünen loben zwar den Verzicht der Stadt auf Glyphosat ab Juli, fordern aber weitere Aktivitäten, um den Einsatz von Giften einzuschränken. Die Stadt solle zur „pestizidfreien Kommune“ werden.

Die Hanauer Grünen loben den Verzicht auf Glyphosat durch die Stadtverwaltung auf ihren Grünflächen. Dennoch fordert der Ortsverband in einer Mitteilung weitere Aktionen zur Eindämmung des Herbizids, das als schädlich für die biologische Vielfalt gelte.

Es sei sehr zu begrüßen, dass der städtische Eigenbetrieb für die Grünflächen bereits reagiert habe und ab 1. Juli auf den Einsatz von Glyphosat verzichten wird. „Das bedeutet allerdings auch, dass wir als Bürgerinnen und Bürger weniger blitzblanke unkrautfreie Wege tolerieren müssen, weil die alternative mechanische Reinigung nicht ganz so gründlich ist“, heißt es von den Grünen.

Insgesamt wünschen sich die Grünen, so Vorstandsmitglied Karin Dhonau, dass sich Hanau zur pestizidfreien Kommune entwickelt und hierfür ämterübergreifend ein Konzept entwickelt. Dazu gehöre etwa, dass entsprechende Auflagen in Pachtverträge Einzug halten müssten. Entsprechende Konzepte dazu würden bereits in 90 Kommunen Deutschlands gemäß den Empfehlungen des BUND umgesetzt, so die Grüne. Mehr als eine Million Menschen haben 2016/17 die europäische Initiative gegen Glyphosat unterschrieben, darunter überproportional viele Deutsche. Glyphosathaltige Herbizide seien laut Umweltbundesamt entscheidend für den dramatischen Verlust an biologischer Vielfalt verantwortlich. Rückstände seien bei Menschen, Tieren, in Böden, Gewässern und Lebensmitteln nachweisbar. jo

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