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Flörsheim Regionalparkturm Lob für den Turm des Bösen

Architektenbund verleiht Plakette.

Weit kann der Blick schweifen: Auf der stählernen Aussichtsplattform in 27 Metern Höhe sieht man vom Taunus bis zum Odenwald und von der Frankfurter Skyline bis hinüber nach Mainz. 41 Meter hoch ist der Regionalparkturm in den Weilbacher Kiesgruben insgesamt. Seine Spitzen sollen an eine sich öffnende Blüte erinnern.

Das ungewöhnliche Bauwerk, dessen Pläne vom Architekten Peter Karle stammen, hat jetzt besonderes Lob bekommen. Die Gruppe Wiesbaden des Bundes Deutscher Architekten (BDA) verlieh dem Regionalpark-Aussichtsturm die Johann-Wilhelm-Lehr-Plakette für ausgezeichnete Architektur in Hessen.

Insgesamt 45 Bauprojekte wurden für Wettbewerb eingereicht. Zugelassen waren Bauten, die im Zeitraum 2008 bis 2012 fertiggestellt wurden und ihren Standort in der Stadt Wiesbaden und in den Landkreisen Hochtaunus, Rheingau-Taunus, Main-Taunus und Limburg-Weilburg haben. Die zehn prämierten Projekte erhielten die nach dem Wiesbadener Architekten Johann Wilhelm Lehr benannte Auszeichnung.

Bauherr des im vergangenen Jahr eröffneten Turmes ist die Regionalpark-Rhein-Main-Pilot-Gesellschaft, die für die Städte Hattersheim, Flörsheim und Hochheim zuständig ist. Unumstritten war das 500000-Euro-Projekt dabei keineswegs. Als „Turm des Bösen“ wurde der mit Holzlamellen verkleidete Bau sogar bezeichnet, weil zu den Geldgebern neben der Dachgesellschaft Regionalpark Ballungsraum Rhein-Main GmbH und der Regionalpark Pilot GmbH auch die Fraport-Stiftung zählt. Auf den Flughafenbetreiber sind die Flörsheimer seit Inbetriebnahme der neuen Nordwest-Landebahn aber alles andere als gut zu sprechen.

Viele Tausend Besucher

Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet und auch die meisten Flörsheimer und Weilbacher sind stolz auf den Aussichtsturm vor den Toren der Stadt. Seit seiner Eröffnung Mitte 2012 sei der Turm zum Symbol und zur Landmarke im Regionalpark Rhein-Main geworden, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende der Regionalpark-Dachgesellschaft Claudia Jäger anlässlich der Preisverleihung.

Viele Tausend Besucher sind in den vergangenen Monaten über die 170 Stufen zu der nach Süden ausgerichteten Plattform hochgestiegen; durch eine Glasplatte kann man von dort aus auch direkt in die Tiefe blicken. Beobachten lassen sich außerdem die Fortschritte bei der Renaturierung der ehemaligen Abbauflächen in den Weilbacher Kiesgruben. Seit 1980 kümmert sich darum die Gesellschaft zur Rekultivierung des Kiesgrubenlandschaft Weilbach (GRKW).

Der Regionalparkturm in Flörsheim-Weilbach, Frankfurter Straße 76, ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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