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Flörsheim Nicht nur für Experten

Galluskonzerte starten am 15. November mit Orgelmusik.

10.11.2015 17:40
Jöran Harders
Die Dahm-Orgel wurde vor zwei Jahren generalüberholt. Foto: Ilona Surrey

Zwar liegt der Schwerpunkt der Galluskonzerte auf der Musik der Barockzeit – „stilistisch und inhaltlich haben wir die Konzertreihe aber immer wieder über den barocken Rahmen hinaus geöffnet“, sagt Andreas Großmann, der Sprecher des fachlichen Beirats der 1980 gegründeten Veranstaltungsreihe.

Auch in der aktuellen Saison spielt Barockmusik an allen fünf Konzertabenden eine Rolle. Beim Eröffnungskonzert am 15. November um 17 Uhr wird sie umrahmt von Werken des niederländischen Orgelmeisters Jan Pieterszoon Sweelinck und der Romantiker Mendelssohn und Brahms. Den Abschluss des Orgelkonzerts mit Edgar Krapp bilden zwei Stücke von Max Reger. Geistliche Musik von Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach steht im Zentrum des Weihnachtskonzerts, das am dritten Adventswochenende wegen der großen Nachfrage gleich an zwei Terminen stattfindet, und zwar am 12. Dezember um 20 Uhr und am 13. Dezember um 17 Uhr. Die Konzertabende werden vom Main-Barockorchester Frankfurt und der Flörsheimer Kantorei unter der Leitung von Andreas Großmann gestaltet.

Während die Besucherzahlen des Weihnachtskonzerts stabil sind, sei für die gesamte Reihe ein leichter Besucherrückgang zu verzeichnen, bilanziert Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD). Die Zahl der verkauften Karten sank von 1800 auf 1500 im vergangenen Jahr. Rund die Hälfte des Gesamtbudgets der Konzertreihe, das in der Regel zwischen 40 000 und 50 000 Euro beträgt, kann durch den Kartenverkauf erwirtschaftet werden, die andere Hälfte des Geldes wird von Sponsoren aufgebracht.

„Die Gallus-Konzerte haben sich im schwierigen Fahrwasser der klassischen Musik behauptet“, so Antenbrink. Um die Reihe weiterhin attraktiv zu halten, werde man aber dennoch über neue Veranstaltungsformen nachdenken, kündigt Andreas Großmann an. Vorstellbar sei etwa eine Barocknacht oder ein Wandelkonzert an mehreren Aufführungsorten. Die Identität der Gallus-Konzerte soll dabei laut Antenbrink aber bewahrt werden: „Die Konzertreihe steht nicht für populäre Musik“, stellt der Bürgermeister klar.

In schwierigem Fahrwasser behauptet

Dennoch richten sich die Galluskonzerte nicht nur an ein musikalisch hochgebildetes Publikum. Vielmehr ist Kulturamtsleiterin Haidi Schilling davon überzeugt, dass sich zum Beispiel auch junge Menschen als Hörer barocker Musik gewinnen lassen. Um das zu erreichen, wurde eine Kooperation mit dem Graf-Stauffenberg-Gymnasium ins Leben gerufen. Schüler der Musikklassen bekommen ermäßigte Karten für eines der Konzerte. Außerdem kommen die beteiligten Künstler an die Schule, um sich und das Konzertprogramm vorzustellen.

Ein Pfund, mit dem die Gallus-Konzerte wuchern können, ist der Konzertort, betont Andreas Großmann. Denn die Galluskirche sei, was Ambiente und Akustik angehe, einmalig in der Region. Und auch die Dahm-Orgel aus dem Jahr 1709, die vor zwei Jahren generalüberholt wurde, sei ein ganz besonderes Schmuckstück. Zu Ende gehen die Gallus-Konzerte im kommenden Jahr mit einem Konzert mit dem Titel „Barroco Español“ am 10. April und mit einem Abend unter dem Motto „Bach and Friends“ am 22. Mai. Beginn ist jeweils um 17 Uhr.

Karten für alle Konzerte der Saison 2015/2016 gibt es im Stadtbüro im Bahnhof, Willy-Brandt-Platz, Telefon 06145/955110, Mail: stadtbuero- bahnhof@flörsheim-main.de und im Internet über www.adticket.de. Weitere Infos sind auf der Internetseite www.gallus-konzerte.de zu finden.

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