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Fest für Jugendliche aller Kulturen

Hofheim Moslemische Pfadfinder bringen die Flamme der Hoffnung

25.05.2013 21:46

Die „Flamme der Hoffnung“ kommt nach Hofheim. Nach Stationen in Wiesbaden, Rüsselsheim und Hamburg macht das Feuer, das der Bund Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands (BMPPD) entzündet hat, auch in der Kreisstadt Halt. „Wir wollen mit der Aktion das Verständnis der moslemischen und der deutschen Jugend füreinander wecken“, sagt Taoufik Hartit. Der Rüsselsheimer ist Gründungspräsident des Bundes Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen in Deutschland.

Die Idee der Flamme der Hoffnung sei in Frankreich geboren worden, erzählt er. Dort gebe es schon längere Zeit die Scouts Musulmans, die dem BMPPD die Fackel mit der Flamme der Hoffnung übergeben haben.

„Die Idee passt sehr gut zu Hofheim. Wir sind eine offene Stadt, haben uns Toleranz auf die Fahnen geschrieben“, sagte Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU). Dass das Projekt auch vom Pfadfinderstamm Lola St. Franziskus aus Langenhain und vom Kreisjugendring Main-Taunus mitgetragen werde, zeige, dass kulturelle Grenzen überwunden würden.

„Wir haben in Hofheim eine Riesenunterstützung bekommen“, bestätigt Fouad Hartit, der für die Veranstaltung am 1.Juni zuständig ist. Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) sei sehr aufgeschlossen gewesen, die Bürgerstiftung habe für das Projekt 2000 Euro zur Verfügung gestellt.

Zwischen 11 und 12 Uhr ist am 1. Juni ein Empfang im Rathaus geplant, bei dem die Flamme der Hoffnung brennen wird. Danach gehen die Jugendlichen mit Stadtführern auf Entdeckungstour durch Hofheim, ehe auf dem Ludwig-Meidner-Platz ein buntes Programm mit Musik, Tänzen und Workshops beginnt. Mit dabei sind die deutsch-türkische Rockband Gar-i-Bahn und die Gruppe Flivver Carpool mit Musikern aus Eppstein und Königstein. Der Musikchor des Bundes moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands wird islamische Gesänge präsentieren. Mehrere Pfadfindergruppen – katholisch, evangelisch und konfessionslos – hätten bereits ihr Kommen angekündigt, sagt Fouad Hartit. Auf dem Ludwig-Meidner-Platz werden sie ihre Zelte und eine große Jurte aufstellen und mitfeiern.

Zwischen 16 und 18 Uhr ist im Kellereigebäude eine Jugenddiskussion geplant, bei der eine Charta für ein besseres Zusammenleben ausgearbeitet werden soll. Die Ideen der Hofheimer Jugendlichen werden dann an den nächsten Stationen der Flamme der Hoffnung in Frankfurt, Düsseldorf und Berlin präsentiert. In der Bundeshauptstadt soll die Charta an Politiker übergeben werden. (aro.)

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