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Eschborn Viel Licht im Zauberland

70 Kita-Plätze für Mitarbeiter: GIZ weiht neues Bürogebäude ein.

Schwarz-grün, bodenhohe Fenster und viel Bewegungsraum für Kinder: das neue GIZ-Gebäude. Foto: Michael Schick

Die Bobbycars haben Flüsterreifen. Kinder sind zwar ausdrücklich willkommen im neuen Gebäude der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), aber allzu laut soll es doch nicht sein. Denn in dem Neubau sind nicht nur die Kindertagesstätte Zauberland, sondern auch viele Büro- und Seminarräume untergebracht. Am Donnerstag übergab GIZ-Vorstand Hans-Joachim Preuß das Gebäude offiziell an die Mitarbeiter.

Als prominenter Ehrengast war zu der Feier auch Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) gekommen. In seiner launigen Grußrede lobte er die Farbgebung des schwarz-grünen Gebäudes und spielte damit auf die Koalition in Hessen an. Doch grün ist nicht nur die Fassade beim Neubau am Dag-Hammarksjöld-Weg. Das Gebäude ist besonders energieeffizient. 21 Erdsonden liefern Heiz- und Kühlenergie. Die Dachflächen sind begrünt, das Regenwasser wird aufgefangen und für die Toilettenspülung benutzt. Die Jalousien für die bodenhohen Fenster lassen sich manuell und automatisch steuern. Das Gebäude ist komplett barrierefrei.

Für Autofahrer bietet eine Tiefgarage 71 Parkplätze, aber auch an Radler ist gedacht: Sie haben 45 Stellplätze im Fahrradkeller zur Verfügung und sanitäre Anlagen, in denen sie sich nach der schweißtreibenden Fahrt zur Arbeit frisch machen können. Für seine Energieffizienz soll das Gebäude die Zertifizierung „Silber“ nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen erhalten. Architekt Martin Gessert lobte die GIZ als „mutigen Bauherrn“, der auch unkonventionelle Lösungen akzeptiert habe.

Unkonventionell ist zum Beispiel die 14,5 Meter lange Sitzbank für Mitarbeiter in der Caféteria. Aber auch die lichte Märchenwelt mit Himmelbett und Birkenstämmen, die die Kinder der Mitarbeiter in den neuen Räumen der Kita Zauberland erwartet. Hier können die Kleinen mit Bobbycars im Flur Rundwege zurück legen und in einer Werkstatt hämmern. Mit dem Neubau konnte die GIZ ihr Angebot an Kinderbetreuungsplätzen von 30 auf 70 aufstocken. Leiterin Karin Giel sagt, dass sich für sie mit der Neugestaltung der Kita „ein Traum erfüllt“ habe. 23 Erzieherinnen und pädagogische Kräfte kümmern sich hier in fünf Gruppen um die Ein- bis Sechsjährigen. Die Gebühr für einen Vollzeit-Platz ist mit 153 Euro für ein Kind über drei Jahren und 283 Euro für ein U3-Kind vergleichsweise günstig. „Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns wichtig“, betont Vorstandssprecherin Tanja Gönner, durch die Nähe zum Arbeitsplatz und lange Öffnungszeiten von 8 bis 18.30 Uhr biete die GIZ eine Betreuung, die sehr flexibel auf die Bedürfnisse der Eltern zugeschnitten sei.

„Kinder von GIZ-Mittarbeitern haben besondere Bedürfnisse“, weiß Kita-Leiterin Giehl. „Mama und Papa sind immer mal wieder im Ausland, die Kinder haben also ständigen Wechsel zu verkraften.“ Die Erzieher achten deshalb besonders auf Kontinuität und Bindung und fangen Abschiede mit besonderen Ritualen auf.

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