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Chinon-Center Hofheim Keine Euphorie

Die Läden im Chinon-Center laufen nicht schlecht, es sollen aber mehr Kunden kommen. Das geplante Asia-Restaurant kommt erst Anfang 2013.

Weihnachtsshopping im Chinon-Center. Foto: Martin Weis

Wie laufen eigentlich die Läden im Chinon-Center? Diese Frage interessiert viele, die Grünen stellten vor kurzem dazu eine Anfrage im Stadtparlament und bekamen nur knappe Antworten. Konkrete Zahlen, die Gewerbesteuer betreffend, nannte Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) in der öffentlichen Sitzung überhaupt nicht, sprach lediglich davon, dass bisher zehn von 19 Steuermessbescheiden für das Jahr 2010 vorlägen. Da das Geschäftsjahr erst mit der Eröffnung des Einkaufszentrums im Oktober begonnen habe und die Firmen Anlaufkosten und Investitionen für die Einrichtung abschrieben, sei für die drei Monate mit einem sehr geringen Steueraufkommen zu rechnen.

Eine Umfrage der Frankfurter Rundschau unter den Geschäftsleuten des Chinon-Centers hat ein bisschen mehr an Informationen zutage gefördert. Nirgendwo laufen die Geschäfte offenbar so schlecht, dass ein Laden dichtmachen muss. Die Euphorie hält sich jedoch in Grenzen, und konkrete Zahlen wollte ohnehin keiner der Gesprächspartner nennen. „Wir sind zufrieden, gegenüber den Läden in der Altstadt haben wir den Vorteil, dass wir bis 20 Uhr geöffnet haben“, sagte Jochen Haas aus der gleichnamigen Apotheke. Ähnlich kommentiert die Situation Lisa Ginz von der C&A-Filiale im Chinon-Center. „Wir sind ein kleiner Standort, aber wir versuchen, unseren Kunden immer wieder was Neues anzubieten, das klappt ganz gut“, sagte sie der FR.

Asiatisch mit Verspätung

„Blendend“ laufen die Geschäfte beim Drogerie-Markt Müller, der nicht nur Kosmetik und Parfüms, sondern auch Papier und Büroartikel sowie Spielwaren im Angebot hat. „Da sind von Monat zu Monat Steigerungen drin“, freut sich der Filialleiter und könnte sich noch mehr Kundenfrequenz vorstellen, wenn das gastronomische Angebot im Chinon-Center breiter wäre.

„Wir sind dran, da was zu verändern, aber es wird noch dauern“, sagte Center-Manager Knut Maurivé der FR. Das Café, das mittlerweile wieder im Erdgeschoss aufgemacht hat, brauche noch ein bisschen Zeit, um sich zu etablieren. Der asiatische Laden mit All-you-can-eat-Konzept im Obergeschoss neben dem Kino, der eigentlich im Oktober starten wollte, komme wohl erst im Februar. Die Einrichtung sei nicht rechtzeitig geliefert worden. Das Geschäft im Erdgeschoss, in dem früher eine Pizzeria untergebracht war, hat Maurivé noch nicht wieder neu vermietet. Konkretes könne er dazu nicht sagen, bedauert der Center-Manager.

Besucherrekord im Kino

Gute Nachrichten gibt es indes aus dem Kino zu vermelden. Martin Hofmann, der das Cinepark leitet, spricht von einem Besucherrekord im November und lässt durchblicken, dass, wenn rund ums Jahr monatlich so viele Besucher in die drei Filmsäle kämen, die Zielzahl von 120.000 Kinogästen fast schon erreicht wäre.

Recht gut angelaufen ist laut Hofmann der Seniorentag im Hofheimer Kino – jeden Mittwoch um 15 Uhr wird ein Film für diese Zielgruppe gezeigt. Unlängst habe es außerdem erstmals einen Jugendgottesdienst im Cinepark gegeben. Für den 21. Dezember plant das Kino ein Kurzfilm-Special. Ab Dezember sollen außerdem sonntags Ballettaufführungen aus dem Bolschoi-Theater in Moskau gezeigt werden. Immer wieder kämen Besucher, die das neue Kino erst jetzt entdeckten, sagt Hofmann. „Die acht Jahre, die Hofheim ohne Kino war, kann man nur langsam wieder gutmachen.“

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