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Bundestagswahl 2013 Riesenhuber tritt nochmal an

Die CDU im Main-Taunus-Kreis nominiert den 77-jährigen Parlamentsveteranen (elf Legislaturperioden!) erneut als Kandidat für die Berlinwahl im Herbst. Sollte Riesenhuber wiedergewählt werden, so wird das sein letztes Mandat werden. Er hat's seiner Familie versprochen.

Heinz Riesenhuber (77) kandidiert zum elften Mal für ein Abgeordneten-Mandat im Bundestag. Foto: P. Jülich

Schon die laufende Legislaturperiode des Bundestages hat Heinz Riesenhuber als Alterspräsident eröffnet. Und das soll sich im kommenden Herbst wiederholen – jedenfalls wenn es nach den Christdemokraten im Main-Taunus-Kreis sowie den Hochtaunuskommunen Königstein, Kronberg und Steinbach geht. Trotz seiner inzwischen 77 Jahre haben sie den früheren Forschungsminister am Samstag in der Hofheimer Stadthalle erneut als Direktkandidaten für den Bundestagswahlkreis 181 nominiert.

87,3 Prozent der insgesamt 204 Delegierten gaben ihm ihre Stimme. Riesenhuber bedankte sich für das Vertrauen, kündigte aber auch an, dass der kommende Wahlkampf „der letzte ist, den wir gemeinsam führen werden“. Das habe er seiner Frau und seinen neun Enkeln versprochen.

1976 hatte der in Frankfurt-Unterliederbach wohnende Heinz Riesenhuber sich erstmals für ein Bundestagsmandat beworben. „Eigentlich wollte ich das nur acht Jahre machen.“ Doch dann kam Helmut Kohl dazwischen und dessen Angebot, Bundesforschungsminister zu werden. Von 1983 bis 1993 bekleidete er das Amt.

Seitdem ist er wieder „einfacher Abgeordneter“. Was allerdings weder für seinen faktischen Einfluss noch für seine Bezüge gilt. Nach Berechnungen der Online-Plattform „abgeordnetenwatch.de“ hat er seit 2009 zusätzlich zu seinen Abgeordneten-Diäten mehr als 380.000 Euro an Nebeneinkünften kassiert und gehört damit hinter Peer Steinbrück und Michael Glos zu den Spitzenverdienern im Berliner Reichstag.

Das war allerdings am Samstag kein Thema. Dafür lobte der Main-Taunus-Kreisvorsitzende Axel Wintermeyer Riesenhuber als „einen der profiliertesten Abgeordneten der Bundesrepublik Deutschland“. Oft reiche ein einziger Anruf bei ihm, um ein politisches Problem zu lösen. Zudem sei er „fit und omnipräsent“. Es gebe kaum eine Veranstaltung in seinem Wahlkreis, auf der er nicht zu sehen sei. Die Vorsitzende der CDU Königstein, Annette Hogh, bedankte sich bei Riesenhuber, dass dieser in den vergangenen beiden Jahren den zweiten Hochtaunus-Wahlkreis nach dem überraschenden Ausscheiden von Holger Haibach mitbetreut habe.

Der gern – sowohl liebevoll wie spöttisch – als „Bundestags-Dino“ bezeichnete Riesenhuber warb mit der guten Bilanz der Bundesregierung und vor allem von Kanzlerin Angela Merkel. Zudem sei der Vordertaunus traditionell eine starke Region für die Union. „Hier müssen wir die Stimmen holen.“

Axel Wintermeyer sprach sich in Bund wie Land klar für einen Lagerwahlkampf der „bürgerlichen Koalition“ von CDU und FDP aus. Sowohl Grüne als auch SPD stünden für „Staatsdirigismus“ und „Umverteilung“.

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