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Bürgermeisterwahl Hattersheim SPD nominiert Antje Köster

Die Hattersheimer SPD hat sich entschieden: Antje Köster soll Nachfolgerin des scheidenden Amtsinhabers Hans Franssen werden. Von Claudia Horkheimer

30.06.2009 00:06
Claudia Horkheimer
Antje Köster (SPD) ist neue Bürgermeisterin in Hattersheim. Foto: FR/Schick

"Unsere Plakate stehen, bevor andere wissen, wen sie eigentlich ins Rennen schicken", hat Hattersheims Noch-Bürgermeister Hans Franssen (SPD) am Dienstag vor Journalisten verkündet. Auf den Plakaten für die Bürgermeisterwahl 2010 zu sehen ist Antje Köster, 44 Jahre alt, blond, von Beruf Diplom-Verwaltungswirtin, derzeit zuständig für die Wirtschaftsförderung der Stadt Hochheim.

Die gebürtige Hattersheimerin wurde am Montag von der SPD-Fraktionsspitze einstimmig als Bürgermeisterkandidatin nominiert und den Mitgliedern präsentiert. Für die Öffentlichkeit kam das unerwartet, wurde doch bislang Fraktionschef Philipp Neuhaus als potenzieller Bürgermeisterkandidat gehandelt. Der Jungjurist lehnte jedoch dankend ab: "Wer ein solches Amt bekleidet, sollte in seinem Leben schon mal etwas geschafft haben." Auf Antje Köster treffe dies zu, wie Neuhaus als Sprecher der Findungskommission erläuterte. Man habe die Kandidatin nach sechs Kriterien ausgewählt: Man wollte einen Verwaltungsexperten, der Sozialdemokrat und mit Hattersheim verbunden ist, das Amt langfristig übernehmen kann, für die Inhalte der SPD steht und eine sympathische Persönlichkeit besitzt.

"Ich bin unheimlich stolz, dass ich heute hier sitze", sagte Köster, "aber es geht auch um die Inhalte." Politisch will sie in die Fußstapfen Franssens treten, der aus Altersgründen nach zwei Amtsperioden nicht noch einmal kandidiert. Außerdem will sie sich für Kinder- und Jugendarbeit und Senioren stark machen. Vor allem Synergien, etwa in der Kinderbetreuung, schweben ihr vor. Außerdem sollen Franssens Projekte fortgeführt werden. Köster ist gegen den Flughafenausbau und will "beim Nachtflugverbot an vorderster Front" kämpfen.

Obwohl sie bisher kein politisches Amt bekleidete, bringt sie nach eigenen Angaben Erfahrungen in der parlamentarischen Arbeit mit. Sie ist seit 13 Jahren in der kommunalen Verwaltung tätig, leitete schon als 28-Jährige das Sachgebiet "Überörtliche Sozialhilfe" beim Main-Taunus-Kreis und hatte die Personalverantwortung für 40 Mitarbeiter. Seit 1996 ist sie in Hochheim unter anderem als Leiterin des Sozial-, Wohnungs- und Jugendamts tätig. Sie lebt in Hochheim, will aber sobald es für ihre beiden zehn- und zwölf Jahre alten Kinder möglich ist, nach Hattersheim zurückziehen.

Der Termin für die Wahl steht noch nicht fest, aber für die SPD "beginnt der Wahlkampf heute", so Franssen.

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