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Bahnhof Eppstein „Bahnhof des Jahres“ steht im Taunus

Der Bahnlobby-Verein Allianz pro Schiene lobt das Nutzungskonzept für den Eppsteiner Bahnhof und das attraktive Umfeld.

Stadtentwicklung in Eppstein
In Sichtweite der mittelalterlichen Burg liegt der Bahnhof von Eppstein im Taunus. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Mehrmals pro Stunde halten hier die Züge der S-Bahn-Linie 2, ebenso oft fährt der Regionalexpress auf seinem Weg nach Limburg oder Frankfurt durch den Eppsteiner Bahnhof. Jetzt hat der Bahnlobby-Verein Allianz pro Schiene in Berlin das aufwendig sanierte historische Stationsgebäude mit komplett neugestaltetem Umfeld zum „Bahnhof des Jahres“ in Deutschland gekürt. 

Aus grauem Sandstein gefertigt und bis auf die Grundfesten erneuert sei der Eppsteiner Bahnhof besonders kundenfreundlich und eine zentrale Anlaufstelle für Bürger, Ausflügler und Pendler gleichermaßen, lobt die Jury. Den Architekten, die sich ab 2005 im Auftrag der Stadtentwicklungsgesellschaft um die Sanierung kümmerten, sei die Verbindung von denkmalgeschützter Bausubstanz mit modernen Elementen bestens gelungen. 

Besonders überzeugte die Tester das vielfältige Nutzungskonzept des mehr als 100 Jahre alten historischen Empfangsgebäudes – mit einem Wartebereich für Fahrgäste, dem Bürgerbüro, in dem alle Behördenwege erledigt werden können, und dem Restaurant „Wunderbar Weite Welt“ im Obergeschoss. Ralf Otto und sein Team bewirten dort die Gäste von morgens bis zum späten Abend. Für Kinder gibt es eine Spielecke. Abends wird der Platz zur Bühne für Kulturveranstaltungen. 

Den gelungenen Neustart nach der Sanierung verdankt der Eppsteiner Bahnhof am Ende auch einem Tunnelneubau der Deutschen Bahn und der damit verbundenen Verschwenkung der Bahngleise. Ein großer Park & Ride-Parkplatz konnte angelegt werden, die Bushaltestellen liegen jetzt direkt am Bahnsteig. Für Fahrräder gibt es Aufbewahrungsboxen. 

Mehrere Millionen Euro haben Sanierung und Umbau des Eppsteiner Bahnhofes gekostet und alles in allem zehn Jahre gedauert. Die Eppsteiner Bürgerschaft habe sich damit „eine Perle inmitten der Metropolregion Rhein-Main“ geschaffen, lobte die Jury der Allianz pro Schiene. Eppsteins Erste Stadträtin Sabine Bergold (CDU) sprach von einem „dunklen Fleck“, der ein offenes helles Schmuckstück geworden sei. 

Laut Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat das Land den Umbau des Eppsteiner Bahnhofs mit 3,7 Millionen Euro unterstützt. Hessenweit bleibe noch viel zu tun, „Weil noch nicht alle Bahnhöfe so aussehen, wie ich mir das wünsche. 

Am Eppsteiner Bahnhof halten täglich 105 Züge. Insgesamt nutzen pro Tag 2500 Menschen den Bahnhof der Burgstadt. 

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