Lade Inhalte...

Bad Soden Neuer Rathauschef will Bad Soden sicherer machen

Der Bad Sodener Wahlsieger Frank Blasch prüft, ob die Stadt mit der Polizei dazu ein Konzept erarbeiten kann.

Frank Blasch
CDU-Mann Frank Blasch geht als Sieger aus der Bürgermeisterwahl in Bad Soden hervor. Foto: Monika Müller

Das Thema Sicherheit hatte der christdemokratische Bürgermeisterkandidat Frank Blasch bereits in seinem Wahlprogramm als wichtigen Punkt genannt. Nach seinem souveränen Sieg am Sonntag wurde er gestern im Gespräch mit der FR konkret. „Ich werde nach meinem Amtsantritt im März sehr schnell prüfen lassen, ob sich Bad Soden für das Programm Kompass bewerben kann, das das hessische Innenministerium aufgelegt hat“, kündigte Blasch an. Ziel von Kompass ist eine engere Vernetzung von Polizei und Kommunen, die gemeinsam ein Sicherheitskonzept für die jeweilige Stadt und Gemeinde ausarbeiten.

In Bad Sodens Nachbarstadt Schwalbach läuft das Programm bereits in der Pilotphase. Erst jüngst zogen Polizei und Rathauschefin Christiane Augsburger (SPD) eine erste Bilanz. Demzufolge hat es seit fast drei Monaten keine Randale von Jugendlichen mehr auf dem Schwalbacher Marktplatz gegeben. Eine Videoüberwachung wurde auf dem Rathausdach installiert und ein Schutzmann vor Ort läuft regelmäßig Streife.

In Bad Soden beunruhigten vor allem Einbruchserien in Wohngebieten die Bürger, außerdem sei es bei Festen im Alten Kurpark mehrfach zu gewalttätigen Zusammenstößen Jugendlicher mit der Polizei gekommen, weiß Frank Blasch. „Da möchte ich gegensteuern.“

Eine Lösung finden will der 41-Jährige, der bislang in der Hessischen Staatskanzlei als Referatsleiter arbeitete, auch beim Verkehr. Lange Staus bilden sich morgens und abends in der Königsteiner Straße, die A 66 und Limesspange mit den Taunusstädten verbindet. Auch manche Wohngebiete sind betroffen. „Eine totale Verkehrsberuhigung werden wir nicht hinbekommen, aber wir können an mehrere Stellschrauben drehen, um das Problem in den Griff zu bekommen“, ist Blasch überzeugt.

Eine seiner ersten Amtshandlungen werde daher sein, ein neues Verkehrskonzept für Bad Soden in Auftrag zu geben. Externe Berater sollen es ausarbeiten und Vorschläge machen, welche Alternativen zum Autoverkehr es in der Stadt gibt und wo weitere Fahrradschutzstreifen angelegt werden können. „Geld im Haushalt ist für ein solches Konzept vorhanden, wir können den Auftrag also zügig vergeben“, sagte Blasch der FR.

Dass er bei der Wahl am Sonntag fast 66 Prozent erhielt und damit das absolute Spitzenergebnis unter allen direkt gewählten CDU-Bürgermeistern in Bad Soden erreichte, führt Frank Blasch auf seien Bekanntheit in der Stadt und den engagierten Wahlkampf zurück.

Einzig die mit 38,7 Prozent sehr niedrige Wahlbeteiligung bereitet ihm Kopfzerbrechen. „Als Stadtpolitiker müssen wir alles daran setzen, die Bürger zu erreichen, sie gut zu informieren. Dafür will ich künftig sorgen.“

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen