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Bad Soden Drei wollen Bürgermeister von Bad Soden werden

Bei der Bürgermeister-Wahl in Bad Soden (Main-Taunus-Kreis) am Sonntag wird ein Nachfolger für Norbert Altenkamp (CDU) gesucht.

Bad Soden
Die Plakate zur Bürgermeisterwahl hängen erst seit kurzem – wie hier in der Königsteiner Straße. Foto: Monika Müller

Ein CDU-Mann auf dem Chefsessel im Rathaus – das ist Usus in der ehemaligen Kurstadt, seit der Bürgermeister direkt gewählt wird. Bewerber aus anderen Parteien hatten seit 1997 regelmäßig das Nachsehen. Bei den vergangenen beiden Urnengängen schickte die SPD schon gar keinen Kandidaten mehr ins Rennen. Dieses Mal sind die Grünen in der Beobachterrolle; auch eine Wahlempfehlung geben sie nicht ab. Die Bad Sodener Bürger (BSB) haben ebenfalls niemanden für die Wahl am Sonntag nominiert.

Es ist ein vorgezogener Urnengang nötig geworden, weil der erst vor etwas mehr als zwei Jahren für eine dritte Amtszeit wiedergewählte Bad Sodener Rathauschef Norbert Altenkamp bei der Bundestagswahl das Direktmandat für die Christdemokraten im Wahlkreis 181 errungen und seither seinen Arbeitsplatz in Berlin hat.

Nachfolgen wollen ihm drei Männer, allesamt Familienväter und in der Stadt engagiert. Frank Blasch und Sven Hahnel sind in Bad Soden aufgewachsen, Jan Willemsen lebt immerhin schon seit mehr als zehn Jahren dort. Alle drei engagieren sich politisch, Blasch und Willemsen sind Duzfreunde und einander durch die Arbeit in der großen Koalition, die Bad Soden seit Jahren regiert, vertraut. Sven Hahnel mag manchem als Außenseiter gelten, der Liberale hat in der konservativ geprägten Kurstadt mit noblen Wohngebieten aber eine starke FDP hinter sich, die bei der Bundestagswahl brillant abschnitt und mit Bettina Stark-Watzinger als Direktkandidatin bei den Zweitstimmen sogar die SPD haushoch überflügelte.

Konservative Wähler, die ihr Kreuzchen bei einem FDP-Kandidaten machen, gibt es womöglich auch in den Reihen der Bad Sodener Bürger (BSB), deren Begründer der ehemalige Rechtsausleger der Liberalen, Heiner Kappel, ist.

Wie sich die Wähler der Alternative für Deutschland bei der Bürgermeisterwahl positionieren werden, bleibt abzuwarten. Die AfD hat im Bad Sodener Parlament seit der letzten Kommunalwahl immerhin vier Abgeordnete, genauso viele wie die Liberalen und nur einen weniger als die SPD. Mit Abstand stärkste Fraktion ist in Bad Soden seit jeher die CDU. 14 christdemokratische Abgeordnete sitzen aktuell im Parlament. Ihr Kandidat Frank Blasch kann sich deshalb auch berechtigte Hoffnungen machen, die Siegesserie bei den Bürgermeisterwahlen nahtlos fortzusetzen.

In einem knappen Wahlkampf, der durch Plakate jüngst auch im Straßenbild sichtbar wurde, haben die drei Kandidaten recht ähnliche Themen in der Vordergrund gerückt. Meistdiskutiert in der Stadt ist zurzeit die Bebauung des Sinai-Geländes entlang der Limesspange mit Wohnhäusern und einem neuen Firmensitz für den Kosmetikhersteller Cosnova, der von Sulzbach nach Bad Soden ziehen will. Alle drei Bürgermeisterkandidaten sind für das Baugebiet. Jan Willemsen will einen Schwerpunkt beim sozialen Wohnungsbau setzen, Sven Hahnel die Bürgerbeteiligung stärken.

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