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Verkehr in Hessen Pendler im Main-Kinzig-Kreis beschweren sich

Im Main-Kinzig-Kreis gibt es Streit um die Vergabe von Buslinien. Es häufen sich die Beschwerden von Pendlern.

Bushaltestelle
Pendler sind verärgert. Foto: Michael Schick

Veraltete Fahrzeuge, zeitweilige Probleme mit den Fahrscheindruckern sowie den Anzeigen für Fahrtziel und Haltestellen sowie Busfahrer, die mutmaßlich mangels ausreichender Deutschkenntnisse kaum Auskünfte geben können, stellen derzeit die Fahrgäste der Überlandbuslinien MKK-54, MKK-56 und MKK-57 auf die Probe. Seit Wochen treffen Beschwerden von Pendlern bei der Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) ein. Die drei Linien laufen quasi im Notbetrieb.

Gesetzliche Ausschreibung

Die Busse von Langenselbold, Hammersbach und Ronneburg, die alle nach Hanau fahren, mussten 2017 wegen Vertragsende mit dem Altbetreiber neu ausgeschrieben werden, so verlangt es das Land Hessen. Den Zuschlag erhielt die BRH Viabus aus Speyer, doch der bisherige Liniendiensterbringer und Mitbewerber um das Busbündel hat die Entscheidung nicht hingenommen. Er legte Widerspruch bei der Vergabekammer beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt ein. Damit kann die Viabus ihren Auftrag noch nicht erfüllen. Das Argument, dass der eine Anbieter doch schon seit Jahrzehnten auf einer Strecke gefahren sei, sei emotional nachvollziehbar, aber in einem Vergabeverfahren irrelevant“, so Landrat Thorsten Stolz (SPD).

Damit bis zum Spruch der Vergabekammer die drei Buslinien auch nach dem Fahrplanwechsel am 24. Juni fahren können, hatte der Kreis im Frühjahr eine Interimsausschreibung gestartet. Zum Zug kam wieder Viabus. „Bei einer Interimsvergabe geht es noch mehr um den Preis“, sagt Kreispressesprecher John Carsten Mewes. Weil es sich um eine zeitlich sehr begrenzte Vergabe handele, könne vom Interimsbetreiber nicht verlangt werden, moderne Busse anzuschaffen, wie in der regulären Ausschreibung gefordert.

Kritik übt der Kreis an der Vergabekammer, die nach Monaten immer noch keine Entscheidung getroffen habe. Der Grund für den Verzug liege bei den Protagonisten, heißt es vom RP. „Da Verfahrensbeteiligte gebeten haben, die Frist ihrer jeweiligen Stellungnahmen zu verlängern, dauert der Schriftsatzwechsel zur Gewährung rechtlichen Gehörs noch an“, erläutert Christoph Süß aus der Pressestelle. Ein mögliches Ende in dem Streit vermochte er nicht zu nennen.

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