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Steinheim Vom Jazzer zum Liedermacher

Der Steinheimer Musiker Jürgen Schwab arbeitet an sich und seinem neuen Album

03.11.2012 00:34
Christoph Süß
Jürgen Schwab schreibt und singt seine Musik selbst. Foto: Chris Hartung

Es ist nicht einfach“, sagt Jürgen Schwab. Vor zwei Jahren hat der Musikjournalist und -wissenschaftler sein erstes Album vorgelegt, jetzt arbeitet er an neuen Liedern. Dabei hat der Steinheimer wenig Zeit, schließlich arbeitet er weiter für den Hessischen Rundfunk und an einem Buch über die Frankfurter Jazz-Legende Horst Lippmann. An diesem Samstag tritt Schwab bei einem Konzert in Hanau erstmals mit zwei anderen Musikern auf.

„Das neue Album wird akustischer“, sagt Schwab, der in jeder freien Minute zu Hause singt und Gitarre spielt. In seinem Büro im Souterrain stapeln sich Platten und Bücher bis an die Decke. An den Wänden hängen alte Konzertplakate. Seit acht Jahren geht der 50-Jährige mit dem ehemaligen Konzert-Veranstalter Fritz Rau auf Tour. Rau erzählt bei diesen Auftritten spannende Geschichten von seinen Begegnungen mit den Musikgrößen der Welt, Schwab begleitet die Erzählungen auf der Gitarre. Rau hat Schwab auch ein Lied zu dessen 80. Geburtstag gewidmet.

Jürgen Schwab will er in den kommenden Jahren so viel wie möglich als Liedermacher und Sänger auftreten. Reinhard Mey ist eines seiner Vorbilder. Zu diesem Genre ist er nach vielen Jahren in der Jazzmusik zurückgekehrt ist. „Als Sänger und Songwriter habe ich was zu sagen“, hat der Steinheimer erkannt.

Schwabs Lieder haben fast alle deutsche Texte, obwohl das ihre Vermarktung nicht leichter macht. „In meiner Muttersprache kann ich mich am besten ausdrücken“. Überhaupt liege ihm der Austausch mit seinem Publikum am Herzen. Früher war Schwab ganz auf dem Jazz-Trip, er promovierte über die Rolle der Gitarre.

Vor acht Jahren legte Schwab die Frankfurter Jazzgeschichte vor, die mittlerweile in zweiter Auflage erschienen ist. Danach ging er erstmals mit Rau auf Tournee. Jazz-Legende Horst Lippmann hatte Rau einst zu seinem Kompagnon gemacht. Im kommenden Jahr werden Rau und Schwab wieder gemeinsam im Auto quer durch die Republik fahren. „Das sind tolle Gespräche“, schwärmt der Steinheimer.

Bis vor einer Woche war Schwab für den HR beim Frankfurter Jazzfest beschäftigt. Jetzt will er sich voll auf die Musik konzentrieren, schließlich steht der Aufnahmetermin im Studio fest. „Ich muss regelmäßig üben“, sagt er. Außerdem hat er sich musikalische Verstärkung geholt.

Neben dem Bassisten und Sänger Frank Höfliger, mit dem Schwab schon länger zusammenarbeitet, soll Schlagzeuger Dieter Steinmann zusätzliche musikalische Akzente setzen. Allerdings sei es zu dritt schwieriger, an Auftritte zu kommen, sagt Schwab. Schließlich versuchen alle drei, von ihrer Musik zu leben. Doch auch Reinhard Mey habe klein angefangen. Entscheidend sei für ihn deshalb, wie die Lieder beim Publikum ankommen.

„Ich bin immer noch auf der Suche nach meiner eigenen Stimme“, sagt der Liedermacher. Deshalb nehme er seit Jahren Gesangsunterricht. Schwab will das Maximum als Sänger aus sich herausholen und im Studio näher an den Live-Sound herankommen. „Ich nehme das sehr ernst“, sagt der Liedermacher.

Jürgen Schwab tritt diesen Samstag, 3. November, um 20 Uhr im Steinheimer Kardinal-Volk-Haus in der Albanusstraße auf. Karten für zwölf Euro gibt es dort eine halbe Stunde vor Beginn.

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