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Radfahren in Hanau Bewachtes Parken kommt an

Das „Fahrradparken“ auf einer bewachten Fläche in Hanau soll im nächsten Jahr wiederholt werden. Die Stadt sucht nach einer dauerhaften Lösung.

Dass die erstmals am 5. Mai gestartete Aktion „Fahrradparken“ um eine Woche vorzeitig beendet worden ist, ist allein dem vorgezogenen Beginn für die Sanierung des Alten Rathauses geschuldet, sagt die Projektverantwortliche Anja Zeller von der städtischen Stabsstelle Nachhaltige Strategien. „Das bewachte Fahrradparken ist von den Bürger sehr gut angenommen worden“, sagt Zeller.

An manchen Samstagen standen bis zu 150 Velos im Innenhof, der altes und neues Rathaus verbindet, heißt es. Laut Zeller führte nicht allein das durchweg gute Sommerwetter zum Erfolg, sondern ebenso, dass die Leute unmittelbar am Wochenmarkt ihre Räder sicher aufbewahrt abstellen konnten – und das gebührenfrei. „Viele Nutzer erzählten, sie seien mit ihrem teuren E-Bike gekommen, das sie sonst wegen der Diebstahlgefahr in der Innenstadt nicht abstellen würden“, berichtet Zeller von Reaktionen der Radler. „Über die Projektzeit ist es zu keinem Vorfall gekommen, die Bewachungsfirma hat sehr gut gearbeitet“, sagt Zeller. Die rund 15 000 Euro Kosten für die professionelle Aufsicht teilen sich Stabsstelle und die ebenfalls im Projekt involvierte städtische Hanau Marketing GmbH.

Im kommenden Jahr soll das Fahrradparken erneut angeboten werden. Allerdings muss bis Mai ein neuer Standort gesucht werden, weil bis dahin die Rathaussanierung keinesfalls abgeschlossen sein wird. Verkehrsdezernent Thomas Morlock (FDP) geht davon aus, dass bis Jahresende eine geeignete Fläche nahe dem Markt- oder Freiheitsplatz gefunden wird. Wie Zeller strebt auch Morlock an, dieses Angebot künftig nicht nur auf den Samstag zu begrenzen. Die Idee eines Velo-Parkhauses im Zentrum, wie sie einst Morlocks Vorgänger Andreas Kowol (Grüne) hervorbrachte, ist nicht vom Tisch. Ob hierzu ein neues Gebäude entsteht oder ein vorhandenes genutzt wird, ließ Morlock offen. Zurzeit laufen Gespräche mit den Beteiligten, erklärt er.

Per se zählt Hanau nicht zu den fahrradfreundlichen Städten. Konzepte für einen reibungslosen und ungefährlichen Radverkehr bestehen zwar seit Jahren. „Die Umsetzung wird stark von der vorhandenen baulichen Situation bestimmt“, sagt Morlock. Die Örtlichkeiten seien daher einzeln zu betrachten. „Wir müssen das Profil des vorhandenen Radverkehrskonzepts schärfen“, sagt der Stadtrat. Hierzu trügen bereits einfache Mittel bei wie Farbmarkierung zur Radwegnutzung bei. Für Anja Zeller steht fest: Hanau entwickelt sich immer mehr zu einer Stadt für Radnutzer. Allein beim diesjährigen Stadtradeln hätten sich knapp 50 Team gemeldet. „Das ist sensationell“, sagt Zeller. sun

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