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Otto-Hahn-Schule Naturwissenschaften auf Englisch

Die Otto-Hahn-Schule hat viele neue Räume und einen neuen Leiter. Der heißt Stephan Rollmann und will die Schule noch stärker auf Europa trimmen.

15.08.2012 23:50
Christoph Süß
Stephan Rollmann in einem der neuen Klassenräume. Foto: Chris Hartung

Zweieinhalb Seiten umfasst alleine sein dienstlicher Werdegang: Dort stehen Schlagwörter wie „Studiendirektor“, „Fachbereichsleiter“ und „Europaschulkoordinator“. Stephan Rollmann ist also gut vorbereitet auf seine neue Aufgabe als Leiter der Otto-Hahn-Schule (OHS). Er tritt in die Fußstapfen von Wolfgang Schröder, der dort Ende Juni in den Ruhestand verabschiedet worden war. Obwohl Rollmann im Gegensatz zu Schröder Naturwissenschaftler ist, will er den Schwerpunkt auf Europa legen.

An der Weiterentwicklung des Konzepts für die hessischen Europaschulen hat Rollmann mitgewirkt: Das OHS-Eigengewächs hat die Passagen geschrieben, die sich mit dem fremdsprachlichen Unterricht der Naturwissenschaften befassen – er selbst ist Lehrer für Mathe und Chemie. Seit einiger Zeit darf er die Fächer auf Englisch unterrichten. Ein Sprachkurs an der Uni Frankfurt brachte ihm die dafür notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten bei.

„Als ich nach dem Abitur an die Uni kam, haben mir die Professoren eine Liste in die Hand gedrückt, da standen fast nur englische Titel drauf“, erinnert sich Rollmann. In der Schule sei er darauf nicht vorbereitet worden. Um seinen Schülern den Übergang in die internationale Studien- und Berufswelt leichter zu machen, will er den fremdsprachlichen Unterricht ausbauen.

Mann mit Visionen

Bei den Gesellschaftswissenschaften sind sie an der Otto-Hahn-Schule schon weiter: Erdkunde, Geschichte und Politik werden dort in der Mittelstufe bereits seit über zehn Jahren auf Deutsch und Englisch unterrichtet. „Als ich hierher kam, gab es in den Naturwissenschaften noch gar nichts in der Richtung“, erinnert sich Rollmann. Da er an der OHS sowohl Koordinator für die Umsetzung des Konzepts für die Europaschulen, als auch für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) war, hat sich das geändert.

Mittlerweile können etliche seiner Kollegen ihre naturwissenschaftlichen Fächer auf Englisch unterrichten. „Das ist leichter, als sich das viele vorstellen“, findet Rollmann. Da es nicht genug Lehrer gebe, die ein Sachfach und eine Fremdsprache unterrichteten und er keinen Lehrer dazu zwingen wolle, die Zusatzqualifikation am Wochenende zu erwerben, wünsche er sich mittelfristig zusätzliche Unterrichtsstunden. „Wir wollen das fundiert machen“, sagt der 42-Jährige.

Auf der Konferenz zum Schuljahresbeginn hat Rollmann dem Kollegium seine Vision für die Zukunft der Schule vorgestellt. Dieses sieht vor, dass die OHS künftig nur noch einen Schwerpunkt haben soll und ihre sonstigen Markenzeichen wie das MINT Excellence Center unter dem Dach der Europaschule vereinigt. „Wir brauchen ein klareres Profil“, sagt Rollmann. Als Naturwissenschaftler könne er den Schritt auch leichter vertreten.

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