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Maintal Viele Menschen bieten Hilfe an

Arbeitskreis Asyl gibt Infos.

Die Welle der Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge in Maintal reißt nicht ab. Nachdem sich die Ereignisse in den vergangenen Wochen überschlugen, hat der Arbeitskreis Asyl inzwischen hunderte von Anfragen von Menschen bekommen, die helfen und sich engagieren wollen, aber nicht wissen wie und wo, berichtet Christine Mayer-Simon vom Arbeitskreis. „Uns haben viele Hilfsangebote, Anfragen und Bitten um Informationen über die Lage in Maintal erreicht.“ Deshalb soll es am Dienstag, 13. Oktober, gemeinsam mit der Stadt Maintal eine Informationsveranstaltung geben.

Dort werde die Flüchtlingsarbeit des AK Asyl vorgestellt und über die Möglichkeiten informiert, sich künftig mit ehrenamtlicher Arbeit zu engagieren oder Sachspenden abzugeben. Die Hilfen sollen koordiniert und kanalisiert werden, damit kein Frust aufkommt. „Die Lage in Maintal ist ja noch nicht so, wie viele es im Fernsehen wahrnehmen, aber wir wollen vorbereitet sein.“ Aktuell beherberge Maintal 210 Menschen, so Mayer-Simon. Doch bereits morgen würden weitere erwartet.

Zudem seien die bereits aufgenommenen Flüchtlinge in die Unterstützung der Neuankömmlinge eingebunden, wie etwa als Dolmetscher. So stünden Maintaler Flüchtlinge den Menschen in der Massenunterkunft August-Schärttner-Halle in Hanau fast rund um die Uhr zur Verfügung.

Derzeit werde die Betreuung noch vom Arbeitskreis abgedeckt, sagt Mayer-Simon. Mehrere Hundert potenzielle Helfer seien inzwischen im Verteiler des Arbeitskreises und gewissermaßen in den Startlöchern.

Unterdessen loben die Stadtparlamentsfraktionen den vergangene Woche einstimmig verabschiedeten Masterplan zu den Standorten potenzieller Unterkünfte. Auch wenn sie sich in Details nicht durchsetzen konnten. Die SPD habe zwar für ihr Ansinnen, das Gelände in der Siemensallee zunächst nicht zu nutzen, keine Mehrheit gefunden, „aber auch andere haben Kompromisse gemacht“, sagt Fraktionsvize Alexander Kühn. „Wir hoffen jetzt sehr, dass die Menschen mit dieser Entscheidung mitziehen“, sagt er. Hauptsache alle tragen das Gesamtpaket mit.

Nicht alle Wünsche erfüllt

Die Union hatte sich für das Mehrgenerationenhaus in Hochstadt sowie bei der Begrenzung auf 100 Menschen pro Unterkunft nicht durchsetzen können. „Die Stadt Maintal ist auf die Unterbringung von Asylbewerbern gut vorbereitet“, stellt CDU-Fraktionschef Martin Fischer trotzdem fest. „Uns war bei dieser großen Herausforderung wichtig, dass alle Fraktionen die Entscheidungen mittragen.“

Aufgrund der aktuell absehbaren Flüchtlingszahlen geht die Stadt davon aus, dass alle zur Verfügung stehenden Grundstücke belegt werden müssen, erklärt der Erste Stadtrat Ralf Sachtleber (parteilos). Wichtig für die Bevölkerung sei, dass sie intensiv informiert und in alle Vorhaben der Stadt eingebunden werde.

Der Magistrat werde außerdem auf der städtischen Webseite fortlaufend über den Status der Belegung der Einrichtungen sowie die Gesamtbelegung, den Status der im Masterplan ausgewiesenen Flächen, die Verwendung zugewiesener Finanzmittel sowie die Betreuung informieren.

Der Infoabend ist am Dienstag, 13. Oktober, 19 Uhr in der Halle des Jugendprojekts „Railway“ an der Eichenheege 20a in Dörnigheim.

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