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Maintal „Erfolg geht nur als Team“

Der scheidende Bürgermeister Erhard Rohrbach (CDU) spricht im Interview mit der Frankfurter Rundschau über seine Zukunft, die bevorstehende Wahl und die Erfolge seiner Amtszeit.

Mit diesem Jahr endet auch die Amtszeit von Bürgermeister Erhard Rohrbach. Foto: Renate Hoyer

2009 ist Erhard Rohrbach (CDU) für seine dritte Amtszeit als Bürgermeister gewählt worden. Sie endet zum 31. Dezember dieses Jahres. Dann räumt der CDU-Mann den Chefsessel im Rathaus.

Herr Rohrbach, wie geht’s Ihnen im Spätherbst ihrer Amtszeit?
Eins minus bis zwei plus, sag‘ ich immer. Es muss immer eine Brücke nach oben sein.

Was machen Sie denn ab Januar den ganzen Tag?
Ich werde meine Anwaltszulassung wieder beantragen und selbstständig als Anwalt mit dem Schwerpunkt Arbeits-, Verwaltungs- und Kommunalrecht arbeiten. In den Jahren als Bürgermeister erwirbt man sich ja dahingehende Erfahrungen und Kompetenzen, die man nutzen kann und möchte.

Bleiben Sie der Maintaler Politik erhalten?
Nein. Ich stehe ja noch auf der CDU-Liste für den Kreistag. Aber aus der Maintaler Politik werde ich mich zurückziehen. Wenn jemand Sach- und Fachfragen hat, stehe ich natürlich zur Verfügung.

Was geben sie ihrem Nachfolger mit auf den Weg?
Er oder sie sollte Grundsätze haben: Sparsam und effizient mit Steuern und Einnahmen umgehen und nie das Gemeinwohl aus den Augen verlieren. Ideal ist immer, wenn Einzelinteressen das Gemeinwohl unterstützen. Aber das ist halt nicht immer so. Er oder sie sollte die Bürger, aber auch die Mitarbeiter in der Verwaltung mitnehmen, ermuntern. Die Menschen heute sind kritischer geworden. Politik muss heute mehr erklären und transparenter sein. Und er oder sie sollte viel Zeit und Geduld mitbringen. Hier arbeitet jedoch eine so hervorragende Verwaltung, es gibt mit dem Ersten Stadtrat Ralf Sachtleber einen so kompetenten Stellvertreter, dass jeder potenzielle Amtsnachfolger im Rathaus einen guten Start hinlegen kann.

Was würden sie als größten persönlichen Erfolg Ihrer Amtszeit verbuchen?
Erfolge waren nie persönlich. Es war immer ein Teamerfolg, gemeinsam entwickelt und erarbeitet. Die Umwandlung der Verwaltung zu einem modernen Dienstleister, die Bildung der Beteiligungsgesellschaften, der Maintalwerke, der Stadtverkehr Maintal waren unsere größten Erfolge.

Würden Sie heute nochmal Bürgermeister werden wollen?
Ich habe damals mein Hobby zum Beruf gemacht. Und würde es wieder tun. Ich legte aber Wert darauf, die Entscheidung, nicht mehr anzutreten, selbst zu treffen, bevor es andere tun. Ganze Friedhöfe sind voll von Leuten, die sich für unersetzlich hielten. Natürlich ist es eine Zäsur in meinem Leben, aber es gibt auch ein Leben nach dem Magistrat.

Haben sie einen Wunschnachfolger unter den Kandidaten?
Das werde ich als noch amtierender Bürgermeister nicht verraten.

Kommt es zur Stichwahl?
Ich rechne damit. Bei fünf Kandidaten wird es kaum im ersten Wahlgang eine klare Mehrheit geben. Ich sehe auch keinen eindeutigen Favoriten.

Was machen Sie in den letzten vier Monaten der Amtszeit?
Ich werde dem Nachfolger oder der Nachfolgerin sobald er oder sie feststeht, für eine ordentliche Amtsübergabe Gespräche anbieten, was anliegt, welche Themen, Prozesse und Entwicklungen aktuell und wichtig sind, wie etwa das Thema Flüchtlinge.

Wie verbringen Sie den Wahlabend?
Ich werde im Rathaus die Ergebnisse verfolgen und dann schön essen gehen.

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