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Vereinskneipe wird zur Jahnarena

Neue Gastronomie soll nicht nur die Mitglieder der Turngemeinde Hanau anlocken / Bundesliga-Übertragungen

Noch ist es nur schwer vorstellbar, dass die Baustelle in wenigen Tagen einer gepflegten Gastronomie weichen soll. Noch herrscht Chaos in der künftigen Jahnarena, wird zwischen Leitern und herumliegenden Steinen überall gebohrt, gehämmert und gesägt. "Die Heizung hängt schon", sagt ein Mitarbeiter mit Galgenhumor.

Simon Roth und Frank Stelter bringt das nicht aus der Ruhe: "Alles wird rechtzeitig fertig." Beide sind Routiniers in der Hanauer Gastroszene. Roth hat unter anderem die Veranstaltung "Nacht der Nächte" ins Leben gerufen, Stelter war sieben Jahre lang Partner von Thorsten Bamberger, dem Geschäftsführer des Culture Clubs.

Die Jahnarena ist das bislang größte - und kostspieligste - Projekt der beiden Hanauer. Seit vier Monaten sind sie und ihre Mitarbeiter damit beschäftigt, die ehemalige Vereinsgaststätte der Turngemeinde Hanau (TGH) an der Jahnstraße 3 zu sanieren und umzugestalten; insgesamt eine Fläche von 500 Quadratmetern.

Rund 550 000 Euro haben die Arbeiten nach Angaben von Roth und Stelter verschlungen, 170 000 Euro gibt die Stadt dazu, der das Gebäude gehört, rund 100 000 Euro die TGH, deren Vereinsgaststätte die Jahnarena auch nach dem Umbau bleiben soll. Freilich beinhaltet diese enorme Summe nicht allein die komplette Neugestaltung der Gasträume, sondern zusätzlich die des Foyers und der Toiletten, die auch für die Nutzer der Jahnhalle gedacht sind.

Mit der Jahnarena wollen Roth und Stelter eine Lücke in der Region schließen. Der Untertitel "Restaurant. Sport. Kultur. Lounge. Bar." umreißt, was die Location ihren Gästen bieten will: Im großen Gastraum für 120 Personen gibt es bis spät in die Nacht Speisen aller Art, von Tapas über sogenannte Wellness-Gerichte bis zu Pasta und T-Bone-Steak.

Leicht erhöht im integrierten Lounge-Bereich (bei Bedarf als Bühne für Veranstaltungen zu nutzen) oder in der Bar können als weitere Spezialität Cocktails getrunken werden. Das Besondere aber sind die neun Groß-Flachbildschirme und vier Video-Beamer mit großen Leinwänden, wo jeden Samstagnachmittag Bundesliga und sonntags Formel eins geschaut werden kann, ein in dieser Form bislang einmaliges Angebot in Hanau: "In Gemeinschaft Sport schauen ist seit der WM 2006 angesagt", sagt Simon Roth.

50 Gäste finden in einem abgetrennten Raucherbereich Platz, ebenso viele im "Olympiaraum", der auch für Sitzungen von Vereinen, für Konferenzen oder Feiern genutzt werden kann. Bei Bedarf steht dort Technik verschiedenster Art zur Verfügung, ebenso eine kleine Theke zur Eigenbewirtung.

Ansprechen wollen Roth und Stelter mit ihrem Konzept ein breites Publikum, nicht allein die 3500 Mitglieder der Turngemeinde, die zu den größten Vereine Hessens gehört. "Wir sehen die Jahnarena auch als Belebung der Innenstadt an", sagt Simon Roth. "Modern, sportlich und schick" werde die Einrichtung, mit vielen Brauntönen, Kunstleder als Sitzbezügen und Fliesen in Holzoptik.

Eröffnung ist am Freitag um 18 Uhr. Geöffnet hat das Lokal montags bis freitags ab 18 Uhr, samstags und sonntags ab 12 Uhr. Geschlossen wird montags bis freitags und sonntags gegen 2 Uhr, freitags und samstags gegen 5 Uhr. Warme Küche gibt es freitags und samstags bis 3 Uhr, sonntags wird von 12 bis 15 Uhr ein Mittagsbuffet angeboten.

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