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Museum Schloss Philippsruhe Großes Geschenk für die Bürger

Der Kunstmäzen Alfons Kottmann überlässt seiner Heimatstadt 46 Werke des bekannten Malers August Peukert. Viele der Gemälde waren bisher selbst Fachleuten unbekannt. Von Pamela Dörhöfer

Der Großauheimer Pianist und Kunstmäzen Alfons Kottmann überlässt der Stadt Hanau große Teile seiner Sammlung mit Werken des Künstlers August Peukert. Mehr als 60 Exponate aus Kottmanns Besitz sind zurzeit in einer Ausstellung im Schloss Philippsruhe zu sehen, 46 davon sollen jetzt in das Eigentum des Museums übergehen. Foto: Monika Müller

Der Großauheimer Pianist und Kunstmäzen Alfons Kottmann überlässt der Stadt Hanau große Teile seiner Sammlung mit Werken des Künstlers August Peukert. Mehr als 60 Exponate aus Kottmanns Besitz sind zurzeit in einer Ausstellung im Schloss Philippsruhe zu sehen, 46 davon sollen jetzt in das Eigentum des Museums übergehen.

Es handelt sich vorwiegend um Ölgemälde, meist frühe Arbeiten Peukerts aus den 20er und 30er Jahren, die auch Fachleuten kaum bekannt waren.

Alfons Kottmann und seine inzwischen verstorbene Frau Marianne kauften die Werke ab den 60er Jahren. Den Maler hat der heute 81 Jahre alte Musiker aber bereits als Kind gekannt. Beide lebten im dörflichen Großauheim, das Atelier Peukerts lag nur wenige Meter vom Wohnhaus und Kurzwarenladen der Kottmanns an der Hauptstraße entfernt, wo der Kunstfreund bis heute lebt.

Warum er sich von seinen Schätzen trennt? Zwei Drittel seiner Sammlung gebe er jetzt her, den Rest später, sagt Kottmann: "Ich habe keine Nachkommen. Wenn meine Sammlung in alle Winde verstreut würde, erwiese ich Peukert keinen Dienst. Sie soll deshalb geschlossen an die Stadt gehen." Bestärkt in dieser Entscheidung hätten ihn "viele interessante" Gespräche mit Besuchern der Ausstellung. Tatsächlich ist die Resonanz auf die Schau so groß, dass sie um einen Monat bis zum 28. März verlängert wird.

Die Exponate der Schenkung sollen künftig im Erdgeschoss von Schloss Philippsruhe hängen, in einem Raum, wo derzeit auch ein Teil der Ausstellung zu sehen ist. Grundsätzlich hätten die Gemälde auch in das Museum Großauheim gepasst, das gerade neu gestaltet wird und künftig mit einer Peukert-Abteilung aufwartet. "Alfons Kottmann hat es sich gewünscht, dass seine Sammlung im Schloss gezeigt wird", erklärt Museumsleiter Richard Schaffer-Hartmann. Er freut sich sehr über die großzügige Schenkung: "Unser eigener Bestand an Peukerts ist nicht so umfangreich." Besonders angetan ist er, dass die meisten Arbeiten frühen Datums sind: "Sie sind selten und von ausnehmend guter künstlerischer Qualität". Die Stadt hätte sich eine Anschaffung dieses Ausmaßes nicht selbst geleistet, umso dankbarer ist Schaffer-Hartmann dem Mäzen: "Das ist gerade in heutiger Zeit außergewöhnlich."

Neues Konzept muss warten

Der Museumsleiter würde sich wünschen, die Werke von August Peukert in der Zukunft zusammen mit anderen Hanauer Künstlern des 20. Jahrhunderts im Nordflügel des Schlosses zu präsentieren. Dieser rechts des Haupteingangs gelegene Teil wird derzeit nur als Lager genutzt: "Das ist viel zu schade", bedauert Schaffer-Hartmann. Allerdings müsste der Nordflügel vorher dringend renoviert werden, und dafür fehlt der Stadt das Geld: "Ich hoffe, dass es irgendwann vorwärts geht und das neue Konzept verwirklicht wird", sagt der Museumsleiter.

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