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Main-Kinzig Gegen mehr Windräder

Die Bürgerinitiative „Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch und Natur“ ist gegen mehr Windkraftanlagen in Flörsbachtal-Mosborn. Damit steht sie nicht alleine.

Pläne der kreiseigenen Naturenergie Main-Kinzig für weitere Windkraftanlagen in Flörsbachtal-Mosborn stoßen auf heftige Kritik der Bürgerinitiative „Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch und Natur“. Sie seien ein „eklatanter Verstoß gegen den Kreistagsbeschluss“ und führten zu einer weiteren Konzentration von Windrädern im Main-Kinzig Kreis, so die BI.

Mit der Genehmigung von acht Anlagen in Steinau-Hintersteinau und von neun in Schlüchtern-Breitenbach habe der Kreis seine „Spitzenposition beim Ausbau der Windkraft in Südhessen leider weiter gefestigt“. Er trage mit jetzt 120 laufenden, genehmigten und beantragten Anlagen 45 Prozent des gesamten Windkraftausbaus in Südhessen. Dagegen komme etwa der Hochtaunuskreis mit 13 Anlagen auf weniger als fünf Prozent. Von einer gerechten Verteilung der Anlagen wie von der Politik immer wieder beschworen könne deshalb keine Rede sein.

Um die Belastung zu begrenzen, sei der Kreistagsbeschluss für einen windkraftfreien Naturpark Spessart für die BI richtig gewesen. Deshalb stießen die Pläne der Naturenergie Main-Kinzig für weitere Anlagen bei Flörsbachtal auf „absolutes Unverständnis“.

Die FDP im Kreistag sieht das ähnlich. Es sei eine „dreiste Täuschung“ der Menschen, wenn etwa die CDU behaupte, es sei gesetzlich vorgeschrieben zwei Prozent der Fläche für Windkraft zu nutzen. In Wahrheit handele es sich dabei um den Willen der Windkraftlobby. CDU und Grüne hätten sich im Koalitionsvertrag auf die zwei Prozent verständigt. „Hierbei ist es ihnen egal, ob die Flächen naturschutzfachlich geeignet sind oder nicht“, so FDP-Fraktionschef Kolja Saß.

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