Lade Inhalte...

Main-Kinzig Hitzefrei muss ausfallen

Die Grünen kritisieren massiv die Kreisverkehrsgesellschaft, weil keine Busse die Schülerinnen und Schüler bei vorzeitigem Schulschluss nach Hause fahren. Die Kreisspitze reagiert.

An der Kopernikusschule in Freigericht ist kein Hitzefrei möglich, weil keine Busse fahren, die die Schülerinnen und Schüler nach Hause bringen: Massiv kritisieren die Grünen die Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) in einer Mitteilung.

„Real gewordene Satire“, nennt Birol Avci, ÖPNV-Sprecher der Kreistagsfraktion, das „Bus-Chaos“ im Main-Kinzig-Kreis. „Negative Berichte über ‚ViaBus‘ häufen sich in den vergangenen Wochen. Der Kreis muss entschieden handeln und nicht nur entschuldigen und versprechen.“

„Verzicht auf Hausaufgaben“ oder „alternative Formen des Unterrichts“: Diese Ratschläge erteile die KVG stattdessen der Kopernikusschule, wenn Schülerinnen und Schüler bei weit mehr als 30 Grad in der Schule ausharren müssten. „Es ist aber nicht Aufgabe der KVG, die Unterrichtsgestaltung zu bestimmen, sondern Schülerinnen und Schüler sicher nach Hause zu bringen.“ Das leiste die KVG bei Hitzefrei aber nicht. Damit würde sie in ihrer Hauptaufgabe, der Organisation der Personenbeförderung, versagen, so Avci. Es sei „eine Farce“, dass keine Beförderung bei vorzeitigem Schulschluss möglich sei.

Die KVG sei 100-prozentige Tochter des Kreises und zuständig für die Organisation des öffentlichen Nahverkehrs. Die Verantwortung liege damit auch beim Kreis. „Umso bedenklicher ist es, dass der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann, der für Schule und KVG verantwortlich ist, zugibt, dass viel schief gelaufen sei“, meint Avci. Die KVG müsse sich auf Situationen wie Hitzefrei einstellen.

„Das Thema hat für uns eine hohe Priorität und wir nehmen die eingegangenen Beschwerden sehr ernst. Deshalb steht die KVG auch fortlaufend in Verbindung mit den Busbetrieben, um mit Nachdruck einen reibungslosen Ablauf der Schülerbeförderung zu erreichen“, erklären unterdessen Landrat Thorsten Stolz (SPD) und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) in einer Mitteilung. Es gebe „gravierende Mängel, die sich keinesfalls fortsetzen dürfen“. So gebe es Beschwerden über Fahrtausfälle, Verspätungen oder fehlende Ortskenntnis der Fahrer. Ottmann habe die KVG angewiesen, in den kommenden Tagen Verstärkung auf den betroffenen Linien einzusetzen. jo

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen