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Kraftwerk Staudinger Block 6 ist Geschichte

Der Betreiber des Kraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg, Eon, gibt die Genehmigungen für den Erweiterung der umstrittenen Anlage zurück. Eon reagiert damit auf eine Forderung der Stadt Hanau, das Ende des Projekts zu besiegeln.

05.12.2012 10:48
Staudinger wird nicht mehr größer. Foto: dapd

Ein zweites Freudenfeuer wollen die Kraftwerksgegner in Großauheim nicht veranstalten, dennoch ist bei ihnen die Freude groß. Wie das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt gestern bekannt gab, hat der Staudinger-Betreiber Eon seine Teilgenehmigungen für den Bau von Block 6 am Montag an die Behörde zurückgegeben. Das RP habe den Verwaltungsgerichtshof in Kassel bereits darüber informiert.

Die Stadt Hanau soll laut ihrem Anwalt Matthias Möller-Meinecke dennoch erst einmal abwarten, bis sie Kopien der Dokumente von Eon in ihren Händen hält. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) hatte den Energiekonzern nach seiner Ankündigung des Verzichts auf den Kraftwerksbau vor zwei Wochen aufgefordert, die Entscheidung durch die Rückgabe der beiden vorhandenen Teilgenehmigungen umumkehrbar zu machen.

Anhörung vorm VGH

„Eon hätte die Genehmigungen an ein anderes Energieunternehmen verkaufen oder die Pläne später selbst wieder aufgreifen können“, sagt Sigrid Kargl vom Großauheimer Arbeitskreis der SPD gegen das Kraftwerk. Schließlich habe der Konzern schon viel versprochen.

Laut Rechtsanwalt Möller-Meinecke wird es vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof demnächst zu einer Anhörung kommen, sobald die Dokumente bei allen Beteiligten vorliegen. Sollte die Klage der Stadt dort für erledigt erklärt werden, werde er versuchen, von Eon die „erheblichen“ Prozesskosten der Stadt erstattet zu bekommen. (chs.)

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