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Hanau Zoll siedelt sich in Hanau an

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), eine Fachabteilung des Hauptzollamts Darmstadt, siedelt sich in einem historischen Gebäude auf dem Hutier-Areal im Stadtteil Lamboy an. Nach Angaben der Stadt wird die FKS voraussichtlich im Mai 2016 mit 65 Mitarbeitern einziehen.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), eine Abteilung des Hauptzollamts Darmstadt, lässt sich in einem historischen Gebäude auf dem Hutier-Areal im Stadtteil Lamboy nieder. Das teilt die Stadt mit. Den Angaben zufolge wird die FKS voraussichtlich im Mai 2016 mit 65 Mitarbeitern einziehen, die Adresse wird Sophie-Scholl-Platz 9 sein.

Bis zum Einzug soll der Bau saniert und den Wünschen der FKS entsprechend ausgebaut werden. Das übernimmt der Gebäudedienstleister R+S, der die Immobilie am Sophie-Scholl-Platz von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) gekauft hatte. Nach eigenen Angaben ist der Eigentümer mit der Entwicklung des Geländes zufrieden. Vier Gebäude seien vollständig vermietet, ein weiteres habe R+S an einen privaten Investor verkauft, für die restlichen gebe es Vermarktungskonzepte. Gespräche mit potenziellen Käufern und Mietern hätten bereits stattgefunden.

Gedenkstätte geplant

Die Außenanlage des Platzes will R+S bis Ende 2016 fertigstellen und plant unter anderem ein Bistro mit Terrasse sowie eine Gedenkstätte, die an die frühere militärische Nutzung erinnern soll.

„Das Gebäude ist für unsere Zwecke ideal, da es uns komplett zur Verfügung steht, mit rund 1200 Quadratmetern genug Raum bietet und zudem verkehrstechnisch ideal angebunden ist“, sagt Peter Knoblauch vom Hauptzollamt Darmstadt. Bisher sind der Main-Kinzig-Kreis und der Raum Offenbach von der Dienststelle in Frankfurt aus betreut worden, erläutert Knoblauch, „doch in Zukunft werden wir vom Standort Hanau aus operieren.“

„Mit der Zolldienststelle des Bundes siedelt sich hier ein langfristiger Mieter an“, sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und lobt die städtische Wirtschaftsförderung, die dem Zoll mehrere mögliche Objekte präsentiert und schließlich zwischen R+S und dem Zoll vermittelt habe. Armin Alt, Vorstandsmitglied der Unternehmensgruppe R+S, sagt, der Zoll passe ins Konzept für das Areal. Mit dem Einzug gewinne das Gelände an Bedeutung.

Im Sommer hatte das Land Hessen erwogen, im denkmalgeschützten Teil der Hutier-Kaserne eine Erstaufnahmestelle für mindestens 500 Flüchtlinge aufzubauen. Kaminsky hatte daraufhin angekündigt, die Stadt würde sich mit allen planungsrechtlichen Mitteln gegen eine solche Einrichtung dort wehren, weil diese den Stadtteil überfordern würde, so der OB.

Die Hutier-Kaserne entstand von 1911 bis 1913 für das Eisenbahnregiment, nach dem Ersten Weltkrieg zog die Landespolizei ein. Ab 1937 wurde die Kaserne von der Wehrmacht genutzt. Damals erhielt sie ihren Namen, von Oskar von Hutier, einem Weltkriegsgeneral. Nach 1945 wurde sie von den US-Streitkräften übernommen.

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