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Hanau Verhaltendes Lob auf die Stadt

Der Gewerbemonitor 2014 attestiert Hanau eine Imageschwäche. Einhundert Firmenchefs sind im Auftrag der Stadt zu ihrer Meinung über die Stadt befragt worden. Nur vier der hundert Befragten gaben „sehr zufrieden“ zu Protokoll.

Der Gewerbemonitor 2014 attestiert Hanau eine Imageschwäche. Einhundert Firmenchefs sind im Auftrag der Stadt zu ihrer Meinung über die Stadt befragt worden. Nur vier der hundert Befragten gaben „sehr zufrieden“ zu Protokoll.

Hanau hat ein Imageproblem – zumindest besagt dies der Gewerbemonitor. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) stellte gestern die Unternehmerbefragung vor. Einhundert Firmenchefs sind im Auftrag der Stadt zu ihrer Meinung über die Stadt befragt worden. Das Ergebnis soll für Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten repräsentativen Charakter haben, sagte Ute Kerber, Geschäftsführerin der LQM Marktforschung, Mainz.

„Ich glaube, dass wir zum Thema Image schon einiges getan haben, aber die Stadt ist noch längst nicht über den Berg“, sagte Kaminsky zum Ergebnis. Nur vier der hundert Befragten gaben „sehr zufrieden“, 23 „eher zufrieden“ und der Rest „teilsteils“ (42) bis „eher unzufrieden“ und „sehr unzufrieden“ zu Protokoll.

Warum weniger als jeder zweite befragte Unternehmer keinen Glanz in der Stadt erkennt, darüber kann nur spekuliert werden, denn konkrete Angaben konnten gestern nicht vorgestellt werden. Gleichwohl als Trost für die Stadt kann gelten, dass der Imagewert für das Jahr 2014 kaum von dem der vergangenen Monitorberichte abweicht.

Punkten kann die Stadt mit ihrer Anbindung an Fernstraßen und Schienen oder bei der Nähe zum Kunden. Gut die Hälfte der Befragten ist mit den Lebenshaltungskosten „sehr zufrieden bis „eher zufrieden“. Ähnlich verhält es sich mit der Lebensqualität.

Die Zufriedenheitsrate sinkt jedoch noch deutlich bei den Preisen für Immobilien. Eine Ausdifferenzierung der statistischen Zahlen kann der Gewerbemonitor aber auch hier nicht bieten. Wenig glücklich äußerten sich zudem die Unternehmer über das Fachkräfteangebot in der Stadt, das 36 Prozent der Befragten als unzureichend einstuften.

Hinsichtlich der Standortloyalität sprechen sich 71 Prozent der Firmenchefs für die Stadt Hanau aus. Der verbleibende Prozentsatz besteht aus Firmen mit zumeist unterdurchschnittlicher Zufriedenheit. Bei diesen Unternehmen besteht offenbar auch eine hohe Bereitschaft, der Stadt den Rücken zu gehen. Um welche Branchen es sich handelt, wurde nicht genannt.

Die Standortentwicklung wird in dem Bericht mit einer „sehr positiven“ Grundstimmung beschrieben. Bei den Investitionen liegt das Umfrageergebnis auf dem Niveau von 2012. In diesem Jahr ist die Beschäftigungszahl leicht gestiegen. Aber offenbar hat sich auch der gegenläufige Trend etwas verstärkt. In diesem Jahr stellten zehn Prozent der Firmen kein Personal ein.

Ein nicht geringer Teil der Studie beleuchtet die Arbeit der städtischen Wirtschaftsförderung. Oberbürgermeister Kaminsky äußerte sich zufrieden mit der Bewertung seiner Wirtschaftsförderer. Die Gesellschaft sei mit 3,6 Stellen ausgestattet. „Mit viel weniger kann man Wirtschaftsförderung in einer Stadt von der Größe Hanaus nicht machen“, so der OB. Der Bericht führt im Fazit an, dass ein Richtungswechsel in der Wirtschaftsförderung nicht erforderlich ist, aber „der weitere Ausbau zu empfehlen“ sei.

Kein einfacher Rat für Hanau. Kaminsky kritisierte, dass das Hessische Finanzministerium nun die Wirtschaftsförderung unter die freiwilligen Leistungen subsumieren will. Das werde bei Schutzschirmkommunen wie Hanau zu Einschnitten bei der Wirtschaftsförderung führen.
Der Gewerbemonitor solle nun intern nachbereitet werden. Die Unternehmer werde man teils l direkt ansprechen, viele hätten auf Anonymität verzichtet, so Erika Schulte, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung.

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