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Hanau Künstler und Stühle gesucht

Die Performance „Stuhlgang“ und andere Aktionen sollen den Kultoursommer begleiten.

Mit einer besonderen Aktion können sich Künstlerinnen und Künstler in diesem Jahr am Kultoursommer der Stadt Hanau beteiligen: Sie gestalten einen Stuhl und präsentieren diesen am 20. Juni bei einem „Stuhlgang durch die Innenstadt“, in Schaufenstern von Hanauer Geschäften und eventuell auch rund um die Kultursommer-Veranstaltungen vom 12. Juni bis zum 5. Juli im Fronhof. Außerdem lädt die Stadt Künstler ein, ihre Werke in einem Zelt im Fronhof, wo die Konzerte und Vorführungen laufen, zu präsentieren.

Die Idee zu der Stuhl-Performance hatte die Hanauer Künstlerin Ina Pause-Noack, die selbst unter anderem Aschebilder, Lichtkörper, Materialcollagen in Öl und Textilbilder fertigt. Derzeit wirbt sie für die Idee, wer teilnehmen will, muss sich bis zum 30. April melden. Mitmachen können alle Kunstschaffenden, nicht nur bildende Künstler, sondern zum Beispiel auch Musiker, Schriftsteller, Schauspieler und Fotografen.

In der ganzen Stadt präsent

Der Anstoß sei von der Stadt und von Barbizz, dem Verein zur Förderung der Stadtkulturentwicklung gekommen, sagt Pause-Noack. Sie hätten vorgeschlagen, dass Künstler aller Kunstgattungen die Möglichkeit haben sollten, innerhalb des Kultursommers „ihre Kunst kostenfrei zu performen“.

„Stühle begegnen uns in unterschiedlichster Art und in unterschiedlichen Funktionen jeden Tag – und jeder hat einen Stuhl“, sagt Pause-Noack. Und weil sie leicht und günstig zu beschaffen und zu transportieren seien, böten sie sich für eine Kunstaktion in der ganzen Stadt an.

Und so kann es ein, dass ab dem 20. Juni in der ganzen Stadt beim „Stuhlgang“ ganz vielfältige Sitzgelegenheiten zu sehen sind: bemalt, geschmückt, schlicht, verfremdet, als kleine Bühne für eine Lesung oder einfach zum Sitzen. Am 20. Juni selbst sollen alle Künstler bei ihrem Stuhl sein, zudem ist in der Rosenstraße in der Innenstadt eine Kunstmeile geplant. Wer will, kann seinen Stuhl auch verkaufen oder bei den Veranstaltungen im Fronhof präsentieren.

Erste Reaktionen hat Pause-Noack bekommen, auch auf die Bezeichnung „Stuhlgang“. Sie weiß, dass diese provozierend oder unangemessen wirken kann. Doch der Name mache aufmerksam auf die Aktion, sagt sie und betont: „Stuhlperformance wäre doch langweilig.“

Wer sich nicht in die vielfältige Welt der Stühle begeben will, kann sich auch anders am Kultoursommer beteiligen: An jedem Veranstaltungstag können sich Kunstschaffende in einem Zelt im Frohnhof präsentieren, mit einer Ausstellung ebenso wie mit einer Performance. Ziel sei, schreibt Barbizz, „das Publikum in zwanglosem Kontakt“ mit den Hanauer Künstlern zu bringen und die unterschiedlichen Facetten der Hanauer Kunstwelt erlebbar zu machen.

Wer sich am Stuhlgang beteiligen will, kann sich melden bei ina@kunst-pause-noack.de. Für das Zelt im Frohnhof gibt es nehr Infos unter www@barbizz.de.

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