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Hanau Evangelische Kirche Kirchengemeinschaft besiegelt

Vier protestantische Gemeinden in der Hanauer Innenstadt schließen sich zusammen. Die neue Gemeinde hat 8700 Mitglieder und ist eine der größten in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Besiegelt: Pfarrer Michael Ebersohn, Kathrin Kautz, Heike Lisker und Margit Zahn (von links) stempeln den Vertrag. Foto: Sascha Rheker

Es hat zwar zwölf Jahre gedauert, aber zum Schluss war die Zustimmung der Kirchenvorstände einhellig: Alle vier evangelischen Gemeinden in der Hanauer Innenstadt haben sich zusammengetan. Der Zusammenschluss heißt Evangelische Stadtkirchengemeinde und existiert seit Beginn des Jahres 2014. Die neue Gemeinde hat 8700 Mitglieder und ist eine der größten in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Rund 75 Frauen und Männer arbeiten in der Gemeinde, darunter acht Pfarrerinnen und Pfarrer, einige in Teilzeit.

Mit dem Zusammenschluss verlieren die einzelnen Gemeinden zwar ihre Bezeichnung und heißen jetzt Bezirke. Die Fusion diene aber nicht dazu, zu sparen oder zu streichen, sagt Dekanin Claudia Brinkmann-Weiß. So blieben alle Arbeitsstellen, Kitas, andere Einrichtungen und vor allem auch die vier Kirchen erhalten: die Marienkirche in der Altstadt, die Johanneskirche im Westen der Innenstadt, die Kreuzkirche im Osten (Lamboy) und die Christuskirche im Südosten. „Es war ein großer Schritt“, sagt Brinkmann-Weiß, die selbst im Gemeindebezirk Johanneskirche angesiedelt ist. In den vergangenen Jahren hatten die Gemeinden schon einige kleinere Schritte getan. So eröffneten sie vor fünf Jahren ein gemeinsames Gemeindebüro in der Krämerstraße nahe dem Marktplatz. Die Christus- und die Mariengemeinde unterrichten ihre Konfirmanden zusammen. Und seit zwei Jahren stimmen sich die Gemeinden zusammen mit der Friedenskirche in Kesselstadt über den Beginn der Sonntagsgottesdienste ab.

Landesbischof kommt

An welchen weiteren Themen die Bezirke zusammenarbeiten wollen, wo Schwerpunkte und Spezialisierungen gesetzt werden sollen – darüber soll der neue Kirchenvorstand entscheiden. „Mit der Fusion fängt die inhaltliche Arbeit erst an“, sagt Dekanin Brinkmann-Weiß. Denn das Zusammenwachsen bedeute einen Gewinn für das kirchliche Leben, weil es „vielfältiger und bunter“ werden könne, sagt Michael Ebersohn, Pfarrer an der Kreuzkirche. Schon bisher zeichneten sich in den Gemeinden Schwerpunkte ab. So ist in der Marienkirche der hauptamtliche Kantor angesiedelt, der viel Musik in die Kirche bringt. Die Kreuzkirche macht schon lange mit besonderen Gottesdiensten auf sich aufmerksam.

Der neue Kirchenvorstand wird am Sonntag, 2. Februar, 11 Uhr, in einem Gottesdienst in der Marienkirche eingeführt. Zur Feier der neuen Großgemeinde hat sich Landesbischof Martin Hein angesagt, er hält die Predigt. Der Vorstand besteht aus den bisherigen Kirchenvorständen der vier Gemeinden. Diese waren aber bereits bei den Wahlen im Herbst mit Blick auf die Fusion verkleinert worden, so dass dort nicht mehr alle aktiv sein können, die es bisher waren. Das sei „nicht immer einfach“ gewesen, sagt Brinkmann-Weiß. Doch der neue Vorstand solle nicht zu groß werden, 25 Mitglieder seien genug.

Die Stadtkirchengemeinde ist nicht die einzige kirchliche Fusion. Zum Jahresbeginn haben sich auch die zwei evangelischen Kirchenkreise Hanau-Stadt und Hanau-Land zusammengeschlossen.

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