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Großkrotzenburg Laufzeit verlängert

Der älteste Block am Kohlekraftwerk Staudinger muss nun doch nicht 2012 vom Netz. Eon hatte eine Laufzeitverlängerung beantragt, bis der umstrittene Block 6 gebaut ist. Das wird wohl erst 2016 der Fall sein.

06.05.2011 12:04
Das Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg. Foto: Sascha Rheker

Teilerfolg für den Energiekonzern Eon: Ihr ältester Block am Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg muss nun doch nicht Ende 2012 vom Netz genommen werden. Das hat das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt am Freitag mitgeteilt und nach einem Antrag Eons genehmigt. Der bereits 1965 erbaute, 250 Megawatt starke Block 1 müsse jedoch spätestens mit Inbetriebnahme des noch nicht gebauten Block 6 abgeschaltet werden.
Nach derzeitigem Planungsstand sei aber nicht damit zu rechnen, dass der heftig umstrittene 1100-Megawatt-Block vor dem Jahr 2016 im Main-Kinzig-Kreis an der Grenze von Hessen zu Bayern anlaufen kann.

Umweltschützer wollen den Bau verhindern

Der Energie-Riese hat zwar eine erste Baugenehmigung für sein neues Projekt. Kommunen, Verbände und Umweltschützer wollen den mehr als 1,2 Milliarden kostenden Bau mit einer Klage vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof aber noch stoppen.
Eon hatte angekündigt, für den neuen Block 6 die alten Blöcke 1 bis 3 abzuschalten. Nach Angaben der Genehmigungsbehörde muss Eon Block 3 nun wie angegeben Ende 2012 stilllegen. Block 2 sei ohnehin bereits seit 2001 außer Betrieb.
Eon hatte nach RP-Angaben Ende vergangenen Jahres den 2006 erklärten Verzicht auf die Genehmigung für Block 1 widerrufen. Ursprünglich war der Konzern nämlich davon ausgegangen, dass Block 6 2012 in Betrieb genommen werden könne. (dpa)

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