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Bad Vilbel Keine Entlastung für Bad Vilbel

Selbst das Verkehrsministerium sieht im Riederwaldtunnel nicht die Lösung für den morgendlichen Stau auf der L 3008 stadteinwärts. Es verweist auf die Stadt.

Stau auf der Büdinger Straße
FOTO TAGESSATZ Foto: Rolf Oeser

Der Landesverkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) geht nicht davon aus, dass der Riederwaldtunnel, mit dessen Bau voraussichtlich im Sommer 2020 begonnen wird, für weniger Staus auf der L3008 stadteinwärts nach Bad Vilbel führen wird. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Jörg-Uwe Hahn (FDP) hervor. Und das, obwohl Autofahrer aus den Gemeinden des Main-Kinzig- und des Wetteraukreises, wie Nidderau, Schöneck oder Niederdorfelden, nach der Öffnung des Tunnels über die Autobahn 66 auf die A 661 in Richtung Frankfurt und Bad Homburg fahren könnten und nicht mehr durch Bad Vilbel hindurch müssten.

Im Jahr 2030 werde es kaum „spürbare Veränderungen der Verkehrssituation“ geben, prognostiziert das Ministerium in seiner Antwort. Grund hierfür sei der „deutliche Bevölkerungszuwachs im Rhein-Main-Gebiet“ und damit auch in den Gemeinden, in denen die Pendler wohnen, die sich allmorgendlich auf der Landstraße im Stau befinden.

Während Politiker wie Hahn, die CDU-Bundestagsabgeordnete Katja Leikert oder der grüne Stadtverordnete Clemens Breest unisono darauf verweisen, dass der ÖPNV dringend ausgebaut werden muss, um für Pendler attraktiver zu werden, verweist das Landesverkehrministerium auf die Stadt Bad Vilbel, die sich ja „intensiv um eine Verbesserung der Situation bemüht“. Das Land selbst sehe keine Möglichkeit, auf die Situation einzuwirken, für die laut einer Antwort auf eine Kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Degen von Februar dieses Jahres sowieso die Kreuzung der Landesstraße mit der Friedberger Straße in Bad Vilbel verantwortlich sei.

Die Stadt hatte zuletzt die Ampelanlagen umgestellt, was zu keiner spürbaren Verbesserungen im Verkehrsfluss geführt hatte. Laut Hahn schweben der Stadt weitere kleinere Maßnahmen vor, die aber alle nicht dazu führten, den täglichen Stau zu verhindern. Der FDP-Politiker moniert, dass der Stadt der „Schwarze Peter“ zugeschoben werde. 

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