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Lokschuppen Zwei Mieter für den Lokschuppen

Im denkmalgeschützten Lokschuppen ist Richtfest. Einzug der zwei neuen Mieter ist im Herbst.

Richtfest im Lokschuppen Bad Homburg. Foto: peter-juelich.com

Im denkmalgeschützten Lokschuppen ist Richtfest. Einzug der zwei neuen Mieter ist im Herbst.

Das Sektglas zertrümmert, den Kranz gehievt, das kann nur eines bedeuten: Im Lokschuppen ist das Richtfest. Passend dazu präsentiert die Taunus Sparkasse ihren zweiten Mieter in dem denkmalgeschützten Gebäude: Neben der Dr. Dornbach Treuhandgesellschaft wird Ende des Jahres auch die W-Tec AG einziehen.

Wo einst Dampfloks gewärmt und gewartet wurden, sollen bis zum Herbst Büroräume entstehen. Im Lokschuppen ist eine Zwischendecke eingezogen, die aus der Halle ein zweigeschossiges Gebäude macht. Im Erdgeschoss sind die ersten Wände eingezogen, bald soll das auch im ersten Obergeschoss passieren. Das Dach ist von innen mit Holz unterlegt.

Auch der Neubau nordöstlich des Lokschuppens nimmt Form an. Insgesamt fünf Geschosse wird er haben. „Alles läuft nach Plan“, sagt Oberbauleiter Wolfgang Bruch vom Generalunternehmer Züblin. 4000 Kubikmeter Beton und 500 Tonnen Stahl verbauten die Handwerker auf der Baustelle. „Die Kombination aus Alt und Neu hat Charme“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Taunus Sparkasse, Oliver Klink.

Die Taunus Sparkasse ist Eigentümer des Lokschuppens und investiert rund 18 Millionen Euro in die beiden Bauten. Der Einzug war für Ende 2013 geplant, nun ist schon vom frühen Herbst die Rede. Bislang fanden sich allerdings nur zwei Mieter für den Altbau, „der Altbau ist zwar schön, aber vom Neubau aus kann man den Altbau sogar sehen“, sagte Klink.

1906 errichtet

2600 Quadratmeter stehen im Altbau und 3600 im Neubau zur Verfügung. Die Dr. Dornbach Treuhandgesellschaft, die in der Nehringstraße 2 sitzt, bezieht mit ihren rund 50 Mitarbeitern 1800 Quadratmeter. Weitere 400 Quadratmeter wird die W-Tec AG nutzen, die sich derzeit in der Kaiser-Friedrich-Promenade befindet.

Oberbürgermeister Michael Korwisi erinnerte an die Historie des Lokschuppens und des Bahnhofareals. 1906 wurde er errichtet, damals gab es noch einen Kopfbahnhof an der Stelle, an der heute das Rathaus steht.

„Der Bahnhofsbereich ist heute eine Drehscheibe für die Stadtentwicklung“, sagte Korwisi. Das Gebiet südlich des Bahnhofs, das unter dem Namen Spektrum vermarktet wird, ist im Umbruch. Neu ist etwa das Horex-Museum, der Güterbahnhof hat als Veranstaltungsort wiedereröffnet, ein Parkhaus entsteht. Schon jetzt ist das Gewerbegebiet mit dem Bahnhof und der nahe gelegenen Autobahn gut erschlossen, bald sollen die Regionaltangente West zum Flughafen und die Verlängerung der U2 folgen.

Es sei schwierig gewesen, das Industriedenkmal wieder herzurichten, so Korwisi, „die Bausubstanz war gefährdet, weil das Gebäude so lange leer stand.“ Als Grüner freue er sich vor allem, dass beide Bauten auf energietechnisch hervorragendem Stand seien. „Das ist beispielhaft.“

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